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Inplay-Infos
  • Datum & Wetter
    Vom 30. Januar - 28. Februar 2017 kannst du tun und lassen was du willst. Das Wetter Die Temperaturen liegen zwischen 07 und 15 Grad. Ab und zu kommt mal die Sonne heraus, aber die meiste Zeit ist es doch recht bewölkt. So langsam wird es aber wieder wärmer. Liebe Werwölfe!! Der nächste Vollmond ist am 03. Februar und der nächste Neumond am 13. Februar. Es wird am 24. Februar einen Blutsmond geben (kleiner mini-Plot)
  • Events
    Die Einladung, 30. Januar 17 : Angenommen du kommst Heim und findest eine Einladung vor. Sie liegt auf deinem Schreibtisch und lächelt dich an...
  • Gesuche
    Es werden ganz dringend Siphonere, Hexen/Hexenmeister, Elfen, Meerjungfrauen, Haimänner, Gestaltenwandler, Jäger, Werwölfe, Vampire Dämonen und Engel gesucht. Momentan besteht ein Aufnahmestop für Hybriden!
Welcome
Herzlich Willkommen im Beast Inside, lieber Gast. Leg deinen Mantel ab und schau dich ruhig in aller Ruhe um. Als kleine Hilfe haben wir dir hier wichtige Links und Shortfacts aufgelistet:

Fantasy-RPG
FSK 16
Jahr 2017
Ort: Salem
Offplay-News
24. April 17
Unser angekündigter Zeitsprung wird am Mittwoch vollzogen. Unser nächster spielbare Zeitraum ist dann der 30.Januar bis 31.Februar 17. Eure Szenen werden ins NP, Inplayfortsetzung oder ins Archiv verschoben. Der Momentane Plot ist nach dem Zeitsprung noch spielbar, es kommt aber noch ein Mini-Plot dazu. Die User die benötigt werden, werden angeschrieben. Es wird außerdem ein Moderator gesucht, bei interesse bei Juliet melden. Es ist ein Aufnahmestop für Hybriden und ihr dürft absofort 11 Charaktere erstellen. Nach dem Zeitsprung, macht ihr bitte in euren tagebüchern einen tagebuch eintrag vom letzten Monat, Januar.

16. März 17
Huhu ihr lieben, ich heiße alle neuen Mitglieder willkommen und freue mich sehr das ihr hier her gefunden habt. Das Inplay läuft aktiv und darüber sind Delilah und Ich auch sehr glücklich. Auch unser Plot hat bereits angefangen, dieser geht etwas schleppend voran, aber ich hoffe das dies sich nun ändert, jetzt wo der Gastgeber des Plots übernommen wurde und im Plot mit seinen Plänen anfangen kann um die Einwohner ein wenig auf zu mischen. Delilah und ich haben auch schon einen Miniplot in Planung der irgendwann zum einsatz kommt. Die User die für diesen Plot gebraucht werden, werden dann sobald es so weit ist, über PN angeschrieben. Ein Zeitsprung ist auch bald geplant, aber auch hier geben wir euch noch mal bescheid. Ihr habt also noch Zeit eure Plays zu ende zu schreiben und auch im Plot noch aktiv zu werden. Wir haben ein paar neue Listen wie die Jobbörse und die Gestaltenwandler Liste um eben eine bessere übersicht zu haben. Ebenso bastelt Dean Stark ein paar Codes fürs Forum, die auch genutzt werden dürfen. Da wie erwähnt das Inplay gut läuft, habe ich beschlossen mit den OTM's an zu fangen. Dafür habe ich gestern eine Umfrage gestartet. Ich habe ein paar Pairs/geplante Pairs schon aufgelistet die mir so bekannt waren. Natürlich kann mir auch ein Fehler unterlaufen sein. Sagt mir dann einfach bescheid und ich nehme die besagten Charaktere aus dem jeweiligen OTM raus oder füge jemanden hinzu. Da ich bei der Umfrage leider nur 10 Dinge auflisten kann, könnt ihr mir einfach per PN andere Charakter Namen schicken die nicht aufgelistet sind aber von denen ihr euch wünscht das diese OTM werden. Nach einer bestimmten Zeit zähle ich die gesammelten stimmen ab und füge dann die OTM Bilder ein. ZU DEN UMFRAGEN. Ebenso habe ich vor längerer Zeit ein Bereich eröffnet wo ihr eure ganzen Ideen und Fantasien fürs Inplay äußern könnt. Damit wollen Delilah und ich euch die Möglichleit geben das Inplay und die Geschichte des Forums mit zu gestalten und so auch neue Plots auch nach eurem Interesse zu gestalten. HIER KÖNNT IHR EURE GANZEN IDEEN RAUS HAUEN. Wir freuen uns sehr auf all eure Ideen. Soo ich denke das war jetzt aber auch alles meiner seits und ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

11. Februar 17
Hallo ihr lieben, wie ihr seht habe ich einen neuen Style gemacht. Es ist nichts besonderes, was auch daran liegt das ich jetzt nicht ganz künstlerische begabt bin. Trotzdem hoffe ich das es euch gefällt, natürlich könnt ihr auch ein paar Verbesserungsvorschläge machen und konstruktive Kritik geben. Keiner ist perfekt und somit auch ich nicht.

07. Februar 17
Halli hallo ihr lieben, ersteinmal ein herzlich willkommen an unsere neuen User. Es freut uns das ihr zu uns gefunden habt. Nun ein User hier hat mir gesagt es wäre vielleicht ganz praktisch mehr Wesen auswahl zu haben. Dies habe ich mir natürlich zu herzen genommen und mir so ein paar Dinge überlegt. Da wir nun auch einen kleinen ausgleich zwischen unseren momentanen Wesen hatten, habe ich nun auch ein paar neue Wesen hinzugefügt. Natürlich gibt es noch mehr Wesen, aber wollen wir ja erstmal das die neuen Wesen großzügigen zu wachs bekommen. Wir hoffen die neuen Wesen gefallen euch.

04. Februar 17
Halli hallo ihr lieben, wir heißen unsere neusten Mitglieder herzlich willkommen und wir hoffen das ihr einen schönen start ins Inplay hattet. Wir, das Team, haben uns auch schon einen guten anfangs Plot überlegt. Hierbei wird Luzifer eine weile vom Team gespielt bis sich ein anderer aktiver Spieler für ihn findet. Anfangs haben wir den Plot ja auf den 1 Januar gelegt, nun haben wir ihn auf den 30 Januar verlegt, da eure Charaktere ja auch erstmal in Kontakt tretten mussten. Nun kann ich aber froh verkünden das wir mit unserem ersten Plot anfangen können. Hierbei gilt ebenfalls Szenentrennung, allerdings kann es natürlich auch einige offene Szene geben.Viel Spaß beim Plot (lasst die Spiele beginnen)

15. Januar 17
Hallo ihr lieben, erstmal herzlich willkommen an all unsere neuen User. Wir freuen uns das ihr hier her gefunden habt. Delilah und ich haben uns entschlossen nun das Inplay zu starten. Der Spielraum ist der 1.Januar bis 31. Januar. 2017. Der 01. Januar ist allerdings für einen Plot reserviert, der in Planung ist. Allerdings wollen wir euch noch Zeit geben zum kennen lernen. Bevor ihr ins Inplay startet, solltet ihr ein Avatarbild rein machen und in eurem Bereich die Relations und Szenenplaner erstellen. Wenn ihr 18 seit und in den 18ner Bereich eingetragen werden wollt, gebt bitte im Profilfeld "Player/Other Faces" auch euer alter an. Nun dürft ihr euch einen Postpartner suchen und anfangen im Inplay zu schreiben.

08. Januar 17
Wir haben beschlossen das Shadowhunters zu schließen und stattdessen vollkommen neu anzufangen. Ein fantasy Forum mit selbst erfundener Geschichte. Die Wesenbschreibung lehnt in manchen Hinsichten an The Vampire Diaries an, ist aber auch hier mit eigenen Ideen bestückt. Hier und da werden Änderungen vorgenommen und Fehler behoben, also seit nicht zu streng zu uns.

12. August 16
Juhu, das Forum feiert seinen 1 Geburtstag. Wir danken euch alle für das wunderschöne Jahr. Hoffen wir das es noch viele weitere wunderschöne Jahre werden

13. August 15
Das Forum ist nun eröffnet und ihr dürft euch nun anmelden. Viele Seriencharaktere werdennoch gesucht. Das Inplay ist eröffnet.

12. August 15
Das Forum wurde erstellt und ist noch im Aufbau! Anmeldungen noch nicht möglich.



 

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 Beasty Bar

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AutorNachricht
Isaac Lancaster

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BeitragThema: Beasty Bar   Mo Feb 13, 2017 1:23 pm

BEASTY BAR
willkommen im club der monster
Kyara De Luca && Isaac Lancaster * 15. Januar 2017; 20 Uhr * USA/ New York/ Bar ‚Panic Room’

15.01.17; 17:30 Uhr
Outdoor - Vor der Bar:
Isaac kam mit meinem Motorrad vor dem Panic Room an. Auch wenn die Temperaturen um die 0 Grad lagen, so spürte der Hybrid keine Kälte. Eine Tatsache, welche Isaac durchaus zu schätzen wusste.
Er zog seinen Helm vom Kopf und betrachtete das zweistöckige Gebäude fast schon liebevoll. Es war immer sein Traum gewesen eine eigene Bar zu führen und nun war es wirklich soweit. Der Panic Room war eine Bar die besonders von übernatürlichen Wesen geschätzt wurde, was aber nicht hieß, dass nicht auch Menschen hier ihren unverkennbaren Spaß hatten. Doch die Werwölfe, Hexen, Vampire und zahlreichen anderen Wesen genossen es ein Stück weit hier unter ihres Gleichen zu sein. Natürlich gab es für diese Wesen auch strenge Regeln und Auflagen. Die oberste Regel war, dass das anzetteln von Ärger, ganz gleich welcher Art, strickt verboten war. Wer gegen die Regeln verstieß bekam Hausverbot und Isaac und sein Team wussten genau, wie sie ihre Interessen durch zu setzten hatten, was in der Umgebung und den Gästen die hier einkehrten auch bekannt war.
Schwungvoll stieg er von meinem Bike ab, das er zwar etwas unvorteilhaft halb auf dem Bürgersteig - halb auf der Parkzone abgestellt hatte, aber das störte ihn in diesem Augenblick reichlich wenig.
Wie gestern besprochen war das gesamte Team anwesend - mit Ausnahme von Jeremy aber dieser hatte sich für heute entschuldigt.
"Du kommst zu spät Isaac!", rief ihm ein Mann mit schwarzen Haaren zu. Es war Liam einer der Barkeeper des Ladens. Ein breites Grinsen huschte über Isaacs Gesicht, während er zu der kleinen Gruppe hinüber ging und alle mit Handschlag begrüßte.
"Hey Liam, wie oft soll ich dir denn noch sagen, dass du mich 'Boss' zu nennen hast!", sagte Isaac ernst zu ihm und sah ihn stirnrunzelnd an.
Das neuste Mitglied des Teams (Jemma) warf ihren Kollegen leicht verunsicherte Blicke zu und schien geradezu in sich zusammen zu schrumpfen.
Isaac schlug sich in Gedanken mit der flachen Hand gegen die Stirn. Er vergas immer wieder, dass die Kleine mit den blonden Haaren und den Strähnchen in allen möglichen und unmöglichen Farben ziemlich leicht einzuschüchtern war. Er zwinkerte ihr zu, um ihr zu verdeutlichen, dass es nur ein Spaß gewesen war und sie lächelte schüchtern zurück - wenn auch noch immer nicht völlig überzeugt, wie es Isaac erschien.
"Also gut Leute, wir machen alles wie immer und dann alles wird alles gut wie immer!", sagte Isaac zu seinem Team während er den Schlüssel aus seiner hinteren Hosentasche zog und zu der Eingangstür hinüber ging. Er schloss sie auf und hielt sie den Mädels und Jungens auf, die brav im Gänsemarsch hinter einander die Bar betraten ...

Inside - an der Bar:
Das Team versammelte sich kurz an der Bar um gemeinsam kurz mit einem Shot anzustoßen. Dann machten sie sich an die Arbeit und verdrückten sich in ihre Aufgabenbereiche.
Isaac selber blieb noch eine Weile an der Bar stehen und sah sich um.
Er würde in den nächsten Tagen ein Paar Sprayer engagieren, welche die Eingangstür etwas verschönern würde - zumindest von innen. Von außen würde sie wie gewohnt schwarz bleiben. Außerdem hatte er heute noch ein Vorstellungsgespräch. Der Laden lief gut und so konnten sie Unterstützung gut gebrauchen.
Er räumte die leeren Pinnchen weg und sah sich dann den Getränkebestand genauer an.
Alles war gut aufgefüllt, was ihn sehr positiv überraschte - immerhin hatte Jeremy, einer der neueren Teammitglieder, diese Aufgabe übernommen.
Da in diesem Bereich nichts zu verbessern war, ging er gleich zum nächsten Punkt auf seiner 'To Do Liste' über.
Er hatte vor, in der nächsten Zeit auch etwas zu Essen anzubieten ... wenn auch nicht die große Auswahl, doch Isaac wurde schon des Öfteren gefragt, ob es hier auch etwas zu essen geben würde. Diesem Wunsch würde er in der nächsten Zeit gerne nachgehen.

Nachdem alles vorbereitet war öffnete er die Bar für seine Gäste.
Wie immer stand schon eine kleine Gruppe vor dem Haupteingang um sich frühzeitig die begehrten und ziemlich rah gesäten Sitzplätze zu sichern.
Er überließ seinem Team das bewirten der ersten Gäste während er sich darum kümmerte die Ankömmlinge zu begrüßen und ihnen Plätze zuzuweisen …


15.01.17; 20:00 Uhr
Outdoor – Hinterausgang:
Isaac öffnete den schmalen Hinterausgang der Bar und zog aus seiner Gesäßtasche ein Päckchen Zigaretten. Eigentlich wollte er sich ja das Rauchen abgewöhnen, aber das war leichter gesagt als getan.
Er nahm das rote Feuerzeug, das an seiner üblichen Stelle auf dem Fenstersims des kleinen Lagers lag und zündete sie sich genussvoll an. Er nahm einen Zug und fühlte mich gleich ein wenig entspannter.
Isaac wusste, dass er sich eigentlich schlecht fühlen sollte, zumal dies die erste Zigarette nach ganzen 3 Nikotin-freien Wochen war ... doch es tat ihm nicht im geringsten Leid. Er wusste ziemlich genau, was sein Bruder ihm jetzt für einen Vortrag halten würde und grinste in sich hinein. Damian war eben einfach Lehrer durch und durch.
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Kyara De Luca

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mi Feb 15, 2017 6:58 pm

Isaac Lancaster & Kyara De Luca


Kyara wusste im Nachhinein nicht, wie sie an den Job gekommen war. Sie beschwerte sich nicht groß darüber, sie konnte wenn sie ehrlich war nichts anderes. Oder zumindest war für die meisten Sachen nicht qualifiziert genug. Sie war die Ungeduld in Person und manchmal viel zu hippelig. Sie könnte nicht acht Stunden am Tag stillsitzen, gebeugt über einem Papierhaufen forschend nach Zahlen. Kyara war intelligent, nicht übermäßig, aber keinesfalls dumm. Sie war intelligent genug um zu wissen, dass sie mit ihrem Aussehen gut Geld verdienen konnte und es die zwei Lieblingsthemen von ihr unter einen Hut brachte: Geld und die Gesellschaft von Männern. Außerdem war es gut, dass sie nicht fest an einen Ort gebunden war, denn sie war in dieser Welt nicht wirklich gerne gesehen. Sie wurde nicht akzeptiert, nur weil ihre Eltern dumm und naiv gewesen waren. Man suchte Kyara, wollte sie umbringen, denn jemand wie sie sollte nicht existieren. Sie war das Resultat aus einem Engel und einem Dämon. Sie hatte ich schon lange damit abgefunden, dass lange feste Wohnsitze sie sich nicht leisten konnte mit dieser Problematik und dass es umso schwerer war, jemanden zu finden, dem man in dieser Welt vertrauen konnte. Und so hatte sich auch ihr Charakter entwickelt.

An diesem Tag hatte Kyara einen neuen Kunden, so nannte sie die verzweifelten Männer, die sie anriefen. Meist im mittleren Alter, keineswegs die Schönheiten und so gut wie immer verheiratet. Teilweise waren die blauen Pillen schon ihr ständiger Begleiter, man sollte meinen dass sie wahrscheinlich nie ohne diese gekonnt haben. Aber sie hatten Geld und sie bezahlten Kyara nicht nur für die paar Stunden, die sie mit ihnen verbrachte, meist kam zusätzlich einiges hinzu. Sie hatte den heutigen Kunden schon im Internet recherchiert, viel fand sie nicht und das machte sie immer ein wenig unsicher. Trotzdem fuhr sie nach New York und zu dieser Bar, die sie als Treffpunkt ausgemacht hatten. Gerne traf sie sich beim ersten Mal in der Öffentlichkeit und genau heute sollte sich herausstellen, dass dies eine mehr als brillante Idee von ihr war. Normalerweise war sie früher da als ihre Begleitung, checkte die Notausgänge und ähnliches ab, um im Notfall gekonnt flüchten zu können. Doch er war schon da, ein hochgewachsener schwarzhaariger Mann, sein Gesicht zierten dunkle Augenringe und von ihm ging ein penetranter Geruch eines undefinierbaren Aftershaves aus. Sein Auszug war halbwegs schick, wirkte aber nicht so als passte dieser ihm sonderlich gut. Kyara hatte ein geschultes Auge für solche Kleinigkeiten, sie musste ihren Gegenüber seit sie denken konnte, einschätzen. Denn in ihrer Welt konnte so ziemlich jeder ein Feind sein. Sie bestellten sich etwas zu trinken und für den Anfang wählte Kyara etwas möglichst schwaches aus, denn sie wollte so nüchtern wie möglich in der Anwesenheit des Kerls sein. Sie standen etwas abseits, als sie von diesem Geruch eine Pause brauchte. "Ich bin mich kurz frisch machen!", rief sie ihm über die laute Musik hinweg zu und ging weg. Sie verlief sich jedoch und landete durch den Hinterausgang draußen. Sie war immer relativ desorientiert, wenn sie ehrlich war. Doch die kalte Luft auf ihrer Haut fühlte sich gut an, sie wusste, dass sie das gebraucht hat. Tief atmete sie diese ein und plötzlich stach ihr der Rauch einer Zigarette in die Nase. Sie drehte sich um und bemerkte einen Mann in ihrer Nähe. Doch der Rauch war deutlich angenehmer als das Aftershave des nervenden Mannes, zu dem sie gleich musste. "Sorry, ich wollte nicht stören hier. Ich habe mich wie immer verlaufen.", sagte sie belustigt über sich selbst und würde wieder hineingehen, auch wenn sie nicht wusste wie sie den Abend überstehen sollte.

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Isaac Lancaster

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Do Feb 16, 2017 8:27 pm

Isaac trat von einem Bein auf das andere. Es war ziemlich frisch hier draußen, aber da er ein Werwolf war, machte ihm dies nicht all zu viel aus. Nein, der Grund für seine innere Unruhe, welcher er durch das herum zappeln Ausdruck verlieh, war ein anderer. Vor ein paar Stunden, hatte er eine SMS von seiner kleinen Schwester bekommen. Sie war auf dem Weg nach New York und wollte ihn sehen. Das wäre vor einigen Jahren keine Besonderheit gewesen, doch früher war eben nicht heute.
Seit sie ihren heutigen Ehemann Vincent getroffen hatte, hatte sich einiges verändert. Allem voran ihre Beziehung zueinander und auch An an sich. Vincent war ein geborener Werwolf und hielt nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg, dass er Werwölfe über alle anderen Wesen Stellte. Er war ein Soziopath und Rassist wie er im Buche stand. Vor allem Mischwesen verabscheute er und Isaac bot da keine Ausnahme.
Er hatte An sein Jahren nicht mehr gesehen, eben seit er ihren Verstand vergiftet und er sie nahezu völlig von ihm abhängig gemacht hatte. Allen Warnungen von ihm und Damian zum Trotz hatte sich der hinterliste Hund in ihrer Familie breit gemacht, und durch seine durchaus charmante Art auch einen festen Platz in dieser gesichert. Nur Damian und Isaac war bewusst, was Vincent wirklich war. Ein Hassprediger. Jemand, der Leute aufstachelte durch das großzügige angleichen von Tatsachen, dem schönreden von Gewalt, dem schüren von Angst und sich selbst aber fein aus allem raus hielten, wenn es daran ging den Worten Taten folgen zu lassen.
Das An nun auf dem Weg zu ihm war, machte ihn daher ziemlich nervös. Was mochte passiert sein?
In der Regel, war Isaac niemand, der sich leicht aus der Ruhe bringen ließ. Einzig seine Familie, war sein Wunder punkt, seine Schwachstelle, wie es böse Zungen vermutlich formulieren würden.
Doch Isaac sah dies ganz anders. Seine Familie gaben ihm, zumindest zum Großteil, Kraft, Mut und Stärke. Er war äußerst familienbewusst, weswegen er es An auch nicht nachtrug, wie sie ihn die letzten Jahre ignoriert hatte.

Als er eine Stimme hörte, drehte er den Kopf. Er war so in Gedanken vertieft gewesen, dass er nicht bemerkt hatte, das sich jemand genährt hatte. Er blinzelte, sichtlich überrascht. Das passierte ihm äußerst selten.
"Hey." sagte er und hörte sich dabei ziemlich atemlos an. Er räusperte sich und warf einen kurzen Blick auf die Hintertür, durch welche die junge Frau offensichtlich gerade die Bar unfreiwillig verlassen hatte, wenn man ihren Worten glauben schenken durfte. Er lächelte. "Oh keine Sorge, dass ... passiert öfter.", gab er zu und setzte das anbringen von erklärenden Schildern auf seine imaginäre To-Do-Liste.
Die langhaarige Frau war äußerst hübsch, dazu genügte bereits ein flüchtiger Blick. "Hübsche Frauen stören doch nie.", sagte er lachend und hoffte, dass es nicht falsch rüber kam. Er war niemand, der mit platten Sprüchen versuchte die Welt der Frauen zu beeindrucken. Aber es stimmte. Sie war hübsch und störte ihn nicht.
Er drückte die Zigarette in einem kleinen Eimer voller Sand aus, der zu eben diesem Zweck neben der Tür stand und ließ seinen Blick langsam wieder zu der Dame wandern. "Gefällt es Ihnen hier?", fragte er und lächelte sie freundlich an. Ja es interessierte ihn ob es seinen Gästen gut ging. Immerhin wollte er, dass die Leute, welche den Panic Room besuchten, sich heimisch fühlten. Ihre Sorgen für einen Moment lang vergessen konnten. Und: zufriedene Gäste kamen wieder.
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Kyara De Luca

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Di Feb 21, 2017 6:35 pm

Ihre innerliche Unsicherheit überspielte sie mit Belustigung und teilweise auch Ironie. Schwäche zu zeigen mochte die Italienerin nicht, das hatte sie von ihrer Mutter. Und trotzdem war sie nicht fehlerfrei und konnte alles perfekt, wie beispielsweise den einfachen Weg zur Toilette finden, wenn sie weg von ihrer Begleitung für einen Moment wollte. Andere Frauen wären rot gewesen, wahrscheinlich auch sie, wenn sie sich das im Inneren nicht verbot. "Da bin ich...beruhigt. Wäre wohl peinlicher gewesen, wenn ich die Einzige wäre, die gekonnt durch den Hinterausgang spaziert.", sagte sie sanft lächelnd und musterte den Mann, den sie beim Rauchen gestört hatte. Würde da drin nicht ihre Begleitung sitzen, würde sie wohl kokett werden bei seinem Aussehen. Man müsste schon wirklich blind sein, um nicht zu sehen, dass er äußerst attraktiv war. Eindeutig attraktiver als der Mann, den sie im Inneren der Bar warten ließ. Im Kopf ging sie die Zeit durch, ein paar Minuten blieben ihr noch. Frauen durften einen Mann auch mal warten lassen, besonders wenn sein Geruch von billigem und schweren Aftershave ihre Nase betäubte und einen dichten Nebel in ihrem Kopf erzeugen ließ. Und das obwohl sie nicht einmal ein Werwolf war, der Gerüche unheimlich gut wahrnehmen konnte. Und sie würde wohlmöglich dieses Zeitlimit ausreizen bis zum Maximum. Ihr war eigentlich klar, dass sie das nicht musste, sie musste nicht hineingehen und ihr schönstes Lächeln aufsetzen, ihr Haar zurückwerfen und den Ausschnitt ein weiteres Stück hinunterziehen. Sie war nicht angewiesen auf diesen Kunden, aber Geld stinkt bekanntlich nicht, doch war sie sich hierbei nicht so sicher.
Kyara legte leicht den Kopf schief bei seinem Kommentar über hübsche Frauen. Wäre das eine plumpe Anmache, so hätte sie wohl überhaupt keinen Erfolg, doch sie nahm das alles mit ein wenig Humor, denn das konnte sie an diesem Abend gebrauchen. Und auch wenn Kyara tendenziell ein wenig von sich überzeugt war, war sie nicht eingebildet genug um zu denken, dass ein wildfremder Mann hinter einer Bar sich unbedingt an sie heranmachen würde. Frauen und ihre Unsicherheiten, das traf auch irgendwo auf Kyara zu. "Damit wir das hier klarstellen, ich wäre auch ohne Erlaubnis geblieben.", sagte sie belustigt und musste ein wenig grinsen. Sie schob sie eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und atmete die Luft ein, wenn auch noch der Geruch der Zigarette in der Luft hing. Das war immer noch um einiges angenehmer als das was auf sie drinnen wartete. "Eigentlich ja, ich war zwar noch nie hier, aber mir gefällt es. Ich glaube nicht, dass die Bar etwas für meine miserable Begleitung kann, dann wäre wohl mein Spaßlevel höher.", sie zuckte ein wenig die Schultern, erwiderte aber sein freundliches Lächeln. Im Prinzip wirkte er wie ein sympathischer Mann, zumindest auf den ersten Blick. "Arbeiten Sie hier etwa und führen eine geheime Umfrage durch mit allen, die sich durch den Hinterausgang hinaus verirren?", witzelte sie, war aber indirekt daran interessiert zu wissen, wer da vor ihr stand. Einschätzen konnte sie es nicht, besonders weil das hier ihr erster Besuch war. Sie hatte nur davon gehört, wollte sich selbst überzeugen und ehe sie ohne Begleitung den ganzen Abend alleine hier war, hatte sie sich halt einen ihrer Kunden mitgebracht. Wenn das vielleicht auch nicht ihre beste Idee war, so erwog sie es vielleicht doch mal alleine der Bar einen Besuch abzustatten. Auch mit dem Risiko, dass sie alleine war den Abend, wenn es schlecht für sie lief.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mi Feb 22, 2017 7:14 pm

Isaac lachte, als die junge Frau meinte, dass sie auch ohne seine Erlaubnis geblieben wäre. "Das glaube ich dir auf's Wort.", sagte er und lächelte sie an, während er sie musterte. Sie kam ihm nicht bekannt vor, was den Umkehrschluss nahe legte, dass sie zuvor noch nicht hier gewesen war ... oder zumindest dann nicht, wenn auch er da gewesen war. Das Gedächtnis des Bareigentümers war nahezu perfekt, besonders Gesichter und Namen konnte er sich wirklich gut merken. Allerdings hieß das nicht, dass er von Zeit zu Zeit nicht auch mal zerstreut war, besonders wenn er viel um die Ohren hatte. Dennoch. Ein so hübsches Gesicht wäre ihm vermutlich in Erinnerung geblieben, da war er sich ziemlich sicher.
Kurz nach eben diesem Gedankengang, erhielt er auch schon seine Bestätigung, als sie erzählte, dass sie das erste mal im 'Panic Room' war. Er nickte, während sie sprach und konnte nicht umhin bei ihren Worten leicht die Stirn zu runzeln. Sie war mit einer Begleitung hier, die ihren Worten nach 'miserabel' war? Hatte sie das nötig? Wenn er sich die junge Frau so betrachtete, so würde er denken, dass sie die freie Auswahl bei ihren Begleitungen hatte, die sich alle darum rissen mit ihr den Abend zu verbringen. Warum gab sie sich dann mit jemandem ab, mit dem sie nichts anfangen konnte? Gut, das konnte natürlich viele verschiedene Gründe und Ursachen haben. Eine Option - wilder und abenteuerlicher als die davor - jagten nach einander an Isaacs innerem Auge vorbei, ehe er sich zwang aufzuhören darüber nach zu denken. Es war ihre Sache mit wem sie hier war und warum. Wildes spekulieren half da wenig.
"Oh die Bar kann tatsächlich nichts dafür ... aber sie kann Abhilfe schaffen!", sagte Isaac und kurz zuckten seine Mundwinkel belustigt in die Höhe. "Wirf einfach einen Blick in unsere Karte, wir haben wirklich alles da ... und wenn dennoch nichts für dich dabei ist, dann mixt dir unser Barkeeper bestimmt etwas nettes und ganz individuelles.", sagte er und zuckte kurz mit seinen Schultern, sah sie aber aufmunternd an. Seiner Erfahrung nach, waren langweilige oder nervige Begleitpersonen besser zu ertragen, wenn man sich den Vorzügen des Alkohols hin gab. Auch wenn der Hybrid nicht der Typ dafür war sich zu betrinken, aber dennoch machte es einiges in machen Situationen einfacher und erträglicher. Ihrem Lächeln nach zu urteilen, hielt sich 'das Grauen' aber noch in Grenzen, welches im Innern der Bar auf sie wartete.
Bei ihrer folgenden Frage, blickte Isaac sie überrascht, fast schon überrumpelt an. Doch diese Verwirrung dauerte nur kurz, ehe er wieder lachen musste. "Ja, sieht so aus als hättest du mich überführt.", sagte er und verschränkte nickend seine Arme vor der Brust. "Ja ich arbeite tatsächlich hier und ja ... in gewisser Weise ist das hier eine Umfrage.", er betrachtete sie prüfend ehe er mit den Schultern zuckte. "Du kannst dir ja nicht vorstellen, wie langweilig es ist hier draußen zu stehen und darauf zu warten, dass ahnungslose Frauen und Männer sich hier raus verirren.", sagte er gespielt wehleidig und schüttelte dabei leicht den Kopf.
Er mochte die Art der jungen Frau. Sie hatte Charme und Witz, das schätze er. Außerdem schien sie nicht auf den Mund gefallen zu sein, was Isaac ebenfalls genoss.
"Also ...", fuhr er dann fort, ganz so, als würden sie ein Verkaufsgespräch weiter führen. "Name, Alter, Bildungsstand?", er hob seine Augenbrauen und zückte einen Kugelschreiber mit dem unverkennbaren 'Panic Room'-Emblem, der bis dato, jederzeit griffbereit, an den Hosentaschen seiner Jeans geklemmt hatte.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Do Feb 23, 2017 6:19 pm

Kyara wusste nicht ob dieser Mann die Ausnahme bildete oder ob der Laden noch mehr gut aussehende Männer beherbergte, die ebenso auch noch witzig waren. Das verschaffte dem Panic Room ebenso Pluspunkte wie sein interessanten Interieur und seinen eigenwillige, aber charmanten Stil. In der Kombination besserte das die Laune der schönen Italienerin wirklich und im Augenblick war sie einfach nur froh sich verlaufen zu haben. Denn die Gesellschaft dieses Mannes tat ihr um einiges besser als die ihrer Begleitung, die im Inneren noch auf sie wartete. "Hast du den Satz auswendig gelernt oder bist du wirklich so gut im Werbung machen?", fragte Kyara amüsiert, auch weil ihm der Satz so lockerleicht von den Lippen gegangen war. Aber sie würde diesen Vorschlag wirklich in Erwägung ziehen, ganz nach dem Motto, dass man sich sozusagen jeden schön trinken könnte und durch Alkohol die Probleme in Vergessenheit gerieten, wenn Alkohol auch keine Lösung für alles war. Doch für so oberflächliche Dinge, wie Kyara im Augenblick störten und beschäftigten, müsste Alkohol da helfen.
Sein Lachen war ansteckend, irgendwie freundlich und einladend. Und auch wenn Kyara nicht immer nur Freundlichkeit schätzte, so tat es gut sich von seinem Lachen mitreißen zu lassen und die Sorgen dadurch etwas abfallen zu lassen. "Ist sicher reger Verkehr hier hinten und du kannst dich gar nicht vor ahnungslosen menschen retten, die du in deine Umfrage mit einbeziehen musst.", scherzte sie und ihre Miene erhellte sich ein wenig. Oft scherzte sie nicht mit Fremden, doch wenn, dann meistens um sich hinter einer kleinen Mauer zu verstecken. Ironie und Sarkasmus schützten sie etwas davor, dass andere ihr auf eine ganz neue Art und Weise näher kämen. Nicht körperlich, sondern seelisch. Es war schwer für Kyara sich auf etwas einzulassen, doch zum ersten Mal seit langer Zeit witzelte sie nicht vor sich hin, um eine Mauer hochzuziehen, sondern mehr aus Gefallen, auch ein wenig an dem Mann der vor ihr stand.
Sie musste grinsen, als er seinen Kugelschreiber hervorholte. "Ich gehe davon aus, dass du dir deine Ergebnis auf den Arm kritzelst und deine Tattoos lediglich kleingeschriebene Umfrageantworten sind?" Sie deutete auf den Kugelschreiber, der das Logo des Panic Rooms zierte. Wohl aber war das hier mal eine ganz neue Methode jemanden kennenzulernen, zumindest hatte Kyara so etwas wie das hier zu diesem Zeitpunkt noch nicht erlebt. "Kyara, 22 Jahre und Bildungstand...nicht auf den Kopf gefallen, also sicherlich keine Hohlbirne, würde mich aber auch nicht als die nächste Marie Curie bezeichnen.", erzählte sie ihm. Ihr Alter war ein wenig geflunkert, aber würde ihr wirklich jemand glauben, dass sie schon dreimal so alt war? Für das hatte sie sich dann doch gut gehalten, doch waren es mehr die guten Gene einer Dämonin und eines Engels, die ihr dabei halfen. "Und wer leitet die Umfrage? Nicht dass meine Daten in Hände dritter gelangen." Letzteres war nur ein Witz, doch war es mindestens genauso interessant, wer der Mann vor ihr war, zu welchem sie sich verirrt hatte.
Blöd war nur, dass sie wieder rein musste. Auch wenn sie spätestens nach dem Gespräch keine Lust mehr auf ihre eigentlich Begleitung besaß. "Ich muss wohl mal wieder rein. Es ist ja auch recht frisch...", sagte sie, wenn ihr auch die Kälte nicht wirklich viel ausmachte. "Ich werde mal schauen mit welchem Drink an der Bar sich das Unheil, welches dort drin auf mich wartet, vergessen lässt. Vielleicht habe ich dann doch noch einen Grund hier zu bleiben und nicht zu verschwinden." Ihre letzte Antwort konnte man schon charmant auffassen und der Mann durfte sich auch ruhig angesprochen fühlen. Natürlich könnte man genauso auch davon ausgehen, dass sie den Drink und das Feeling der Bar meinte. Und wahrscheinlich meinte Kyara einen guten Misch aus beidem.

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Isaac Lancaster

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mo Feb 27, 2017 2:38 pm

"Ich bin eben ein Naturtalent.", witzelte Isaac, als die junge Frau, die sich als Kyara vorgestellt hatte, ihn fragte, ob er diesen Satz auswendig gelernt hätte. Er zog seine Schultern hoch und verzog kurz das Gesicht. "Wenn ich ehrlich bin ist heute kein so guter Tag. Bis jetzt bist du die erste und ich stehe schon seit Stunden hier draußen.", sagte er gedehnt und rieb sich den Nacken. "Vielleicht hat es sich einfach schon rum gesprochen ... wer weiß das schon.", überlegte er laut bevor er seinen Blick kurz durch die schmale Gasse wandern ließ, die hinter der Bar entlang führte.
Er warf einen Blick auf seine Arme, als Kyara seine Tattoos erwähnte und erweckte dabei fast den Eindruck, als wäre ihm erst jetzt aufgefallen, dass diese fast vollständig mit allerlei Bildern und Schriften versehen waren. Erinnerungen, die er sich unter die Haut stechen ließ um sie stehts bei sich zu tragen. Er lächelte. "Ja ... erwischt. Sie sind gut verschlüsselt, du musste dir also keine Sorgen machen, dass sie weiter gereicht werden könnten.", versicherte er ihr und zwinkerte ihr kurz zu.
"Oh ja ... nun, meinen Ausweis, der mich dazu befugt diese Umfrage durchzuführen, habe ich jetzt leider nicht dabei. Er ist zur Zeit noch in dem Bundesamt-für-Umfrageerlaubnis-USA und wird dort erneuert, denn wie jeder weis, muss dieser alle 3 Jahre aktualisiert werden. Aber du musst mir eben einfach glauben wenn ich dir sage, dass ich Isaac heiße und der stolze Eigentümer dieser Bar bin.", sagte er und warf dem Gebäude einen kurzen Seitenblick zu. Ja er war stolz ohne sich all zu viel darauf ein zu bilden. Es war schon als junger Mann sein Traum gewesen eine Bar zu leiten. Einen Ort, wo sich auch die übernatürlichen Wesen treffen konnten ohne ihr Selbst verbergen zu müssen. An manchen Tagen gab es geschlossene Gesellschaften, wo nur übernatürliche Wesen eingeladen waren. Isaac genoss diese Abende. Sie waren hervorragend dafür geeignet, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Wesen in ähnlichen Situationen auszutauschen. Besonders für Jungvampire war dies sehr hilfreich. Nicht selten hatten jene hier einen Mentor gefunden oder hatten sich Tipps und Tricks von älteren Vampiren und anderen Wesen einholen können. Für so manch ein Wesen waren diese Treffen auch äußerst motivierend, wenn sie sich in einer schier ausweglosen Situation sahen. Meist liefen diese Treffen friedlich ab. Nur manchmal eskalierte die eine oder andere Diskussion, so, dass Isaac und sein Team eingreifen mussten. Doch normalerweise hielten sich alle an die Regeln. Immerhin hatte es zur Folge, dass man Hausverbot bekam, sollte man sich auffällig verhalten. Dies galt an diesen speziellen Treffen ebenso wie an den normalen Abenden in dieser Bar.
Er sah auf, als Kyara meinte, dass sie wieder rein musste. "Oh ... ja ... natürlich.", sagte Isaac und konnte so gerade eben noch die Enttäuschung aus seiner Stimme verbannen.
"Ich bin mir sicher du wirst etwas passendes finden.", sagte er zuversichtlich und nickte ihr zu.
Auch er sollte wieder rein, wie ihm schmerzlich bewusst war. Er musste noch mit seinem Lieferanten telefonieren und einige Dinge abklären, auch wenn er in diesem Moment lieber weiter mit Kyara gesprochen hätte.
Er öffnete die Tür und hielt sie der jungen Frau auf, so das sie problemlos an ihm vorbei gehen konnte. Eine angenehme Wärme drang aus dem Inneren der Bar, ebenso wie Musik und Gelächter.
"Nach Ihnen.", sagte er und lächelte sie freundlich an.
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Kyara De Luca

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mi März 15, 2017 12:57 pm

Kyara musste leicht grinsen. "Vielleicht solltest du dir einen neuen Ort suchen für deine Umfragen. Vielleicht wissen inzwischen auch alle, wo sich die Toiletten befinden. Du musst dir wohl eine neue Baustelle suchen, wo verzweifelte Gäste sich hin verirren.", sagte sie ein wenig belustigt. Obwohl sie sicher noch einmal sich auf dem Weg zu den Toiletten verlaufen würde, damit sie so ein nettes Gespräch wie jetzt führte. "Ich hoffe doch, dass diese Verschlüsselung sicher ist.", sagte sie zu seinen Tattoos, die ihm mehr als gut standen. Er war an sich ein sehr attraktiver Mann und die Tattoos trugen dazu bei. Sie fand ihn aber auch sehr sympathisch, denn er schien Humor zu haben. Und sogar einen ähnlichen wie sie, was sie freute. Manchmal traf man auf Leute die einen nicht so ganz verstanden, die mit der Ironie und den doch recht fantasievollen Bemerkungen nicht zurechtkamen. Isaac schien da anders zu sein.
"Das erklärt natürlich alles. Diese ganze Bürokratie der Umfrageerlaubnisstelle ist wirklich ätzend. Sie brauchen wirklich sehr viel Zeit für die Aktualisierung." Sie tat gespielt ernsthaft, natürlich gab es das nicht. Aber wen interessierte es schon? Kyara fand das Ganze sehr amüsant und hatte ihren Spaß an der Unterhaltung. "Dir gehört die Bar?", fragte sie schließlich aber erstaunt. Damit hatte er sich wirklich einen sehr schönen Ort aufgebaut. Einen Ort, den Kyara gleich angenehm fand und sich dort wohl fühlte. Auch wenn ihre Begleitung alles andere versprach, so konnte ihre Begleitung nicht mal diesen Ort versauen. Die Bar war wirklich etwas anderes und das fand die Frau mit den dunkelblonden Haaren mehr als ansprechend. "Hast eine wirklich tolle Bar. Aber wie kamst du auf den Gedanken für die Umfragen zuständig zu sein? Liegt es daran, dass es zu wenig qualifiziertes Personal für diese Stelle gibt?", witzelte sie, nachdem sie ihm ein wirklich ernstgeleintes Lob für die Bar hinterlassen hatte.
Kyara war traurig, aber sie musste gehen. Viel lieber hätte sie sich weiter mit dem wirklich sympathischen Mann unterhalten. Doch sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein zweites Gespräch viel schneller folgen würde als erwartet. "Danke.", sagte sie und ging vor ihm in die Bar. Ehe sie den Innenraum wieder vollständig betrat. "Vielleicht können wir die Umfrage ja zu einem anderen Zeitpunkt beenden.", sagte sie sanft lächelnd. "Hat mich gefreut." Dann ging sie zu ihrer Begleitung, der wirklich schon ungeduldig war. Er sah die jung aussehende Frau kritisch an. "Wo warst du so lange?", fragte er sie und er wirkte sichtlich genervt, denn Kyara hatte sich mehr Zeit gelassen als erwartet. "Lange Schlange, Toiletten sind ein beliebter Ort.", spaßte sie, doch er schien es nicht zu verstehen. Er erhob schließlich sein Glas und wollte mit ihr anstoßen auf einen schönen Abend. Doch sie würde sicher nichts von ihrem Glas trinken. Zwar hatte sie keinen ausgeprägten Geruchssinn wie beispielsweise ein Werwolf, aber sie kannte solche Männer wie ihre Begleitung. Und auch, dass sich viele nicht hüten würden etwas in das Getränk zu mischen. "Ich bestelle mir etwas neues.", sagte sie und wollte schon an die Bar gehen, doch er hielt sie am Arm fest. "Wieso? Du hast doch etwas?", fragte er. "Mir ist mehr nach etwas anderem.", redete sie sich raus, doch er wusste ganz genau, dass seine Begleiterin Verdacht schöpfte. Sie wollte sich seinem Griff entreißen, doch er hielt sie fester. Seine Hand schnürte ihrem Arm das Blut ab. Kyara wusste nicht, was sie tun sollte. Sie konnte sich wehren, natürlich, sie war stärker. Aber sie wollte nicht auffallen, sie musste doch aufpassen was ihre Identität belangte. Sie versuchte sich so schwächlich wie ein Mensch zu wehren. Sie würde nur im Notfall ihre übernatürlichen Kräfte benutzen. Sie musste dahingehend immer aufpassen, denn sie wurde gejagt. Und man sollte nicht unnötig Aufmerksamkeit erregen. "Lass mich los!", beschwerte sie sich lauter und hoffte, andere bemerkten ihre missliche Lage. "Sei still!", zischte er.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Do März 16, 2017 8:34 pm

"Ja ... vermutlich hast du recht.", seufzte Isaac bei den Worten von Kyara als diese meinte, dass er sich vielleicht einen neuen Ort suchen sollte um den 'verzweifelten Verwirrten' aufzulauern. "Wenn ich ehrlich bin, war ich nur hier um meine Sucht zu befriedigen.", gestand er und warf dem Eimer voller feuchtem Sand einen Blick zu, der für die Raucher als Aschenbecher diente. "Dabei ...", er zog seine Schultern hoch. " ... lief es bis jetzt so gut." Er dachte fast schon ein wenig wehleidig an die vergangenen Wochen zurück, in denen er nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet hatte sich eine Zigarette an zu zünden. Es war bei weitem nicht so, dass er einer dieser extremen Nikotinjunkies war, mit ihren gelben Fingern, schlechten Atem und einer Wohnung die nach kaltem Qual stank. Aber ein bis zwei Zigaretten hatte er bis vor ein paar Wochen schon gebraucht um sich wohl zu fühlen. Das wollte er ändern. Woher dieser Sinneswandel kam, konnte er nicht so recht sagen, aber schon länger hatte er immer mal wieder über das 'was wäre wenn' nachgedacht ... und es schließlich einfach getan.
Zwar hatte er niemanden, dem er verpflichtet war, weder eine Frau noch Kinder, aber auch wenn man wie er ein nahezu unsterblicher Hybrid war, musste man nicht auf die eben ungesündeste Art leben ... so jedenfalls sah es Isaac. Der kleine Rückfall ärgerte ihn, aber hatte immerhin den gewünschten Effekt erzielt: Ablenkung.
Noch dazu hatte er eine interessante, hübsche und intelligente Frau kennen gelernt, die auch noch seinen Humor zu teilen schien, eine Kombination, die selten genug vor kam um sich darüber zu freuen.
"Ja, der Panic Room ist auf meinem Mist gewachsen.", lachte er und klopfte leicht gegen die raue Backsteinwand des Hinterhofs, die ihm am Nächsten war. "Danke.", sagte Isaac aufrichtig auf das Lob der jungen Frau hin, das ihn wirklich viel bedeutete.
Es freute ihn jedes mal, wenn er zu hören bekam, wie sehr sich die Besucher im Panic Room wohl fühlten. Genau das war es, was er immer gewollt hatte. Einen Raum für Ablenkung schaffen.
Er grinste. Ja, er mochte Kyara, schon jetzt. Aber Isaac war eh niemand, der sonderlich unzugänglich war. "Was soll ich sagen?" begann er lächelnd und wog seinen Kopf erst leicht nach links und dann nach rechts. "Wenn ich 'ja' sage kommt es so rüber, als würde ich meinen Mitarbeitern, meinem Team, nichts zutrauen. Wenn ich 'nein' sage habe ich allerdings keine logische Erklärung ... hierfür.", er atmete ein und sah ihr dann offen ins Gesicht. "Unter diesen Umständen, sehe ich mich gezwungen, dir die Wahrheit zu erzählen. Ich stehe hier draußen um unter dem Deckmantel der Volkswirtschaft Telefonnummern von interessanten Personen ab zu greifen.", er hob seine Augenbrauen. "Es ... tut gut das es raus ist.", sagte er, seufzte und zwinkerte ihr dann freundlich zu.

Er hielt ihr die Tür auf und nickte ihr zu, als sie meinte, dass sie die Umfrage später würden fortsetzten könnten. "Gerne.", sagte er und sah sie mit einem breiten, offenen Lächeln an. Es wäre wirklich schön, wenn sie sich noch einmal unter anderen Umständen treffen würden und die Gelegenheit bekämen, sich etwas zu unterhalten, denn interessant war Kyara auf jeden Fall.
Eigentlich wäre Isaac gerne noch etwas draußen an der frischen Luft geblieben, aber er war neugierig. Vielleicht konnte er mit etwas Glück einen Blick auf den Begleiter der hübschen Blonden werfen.
So folgte er ihr ins Innere der Bar. "Man sieht sich.", sagte er und legte ihr kurz eine Hand auf den oberen Rücken. Natürlich wollte er ihr nicht das Gefühl vermitteln, sie ausspionieren zu wollen, weswegen er tief einatmete um ihren Geruch zu verinnerlichen und dann erst einmal in eine andere Ecke der Bar verschwand. Natürlich lief er somit Gefahr, dass sie den Panic Room verlassen würde ohne das er es mitbekommen würde, aber er vertraute in diesem Punkt auf sein 'Glück'.
Dennoch konnte er nicht anders, als ein paar Minuten, nachdem sie sich ihre Wege getrennt hatten, einen Blick über die Schulter zu werfen. Doch Kyara war schon in der Menge verschwunden. Ihr Geruch jedoch hing noch immer in der Luft zwischen ihnen und sie irgendwie zu verbinden schien wie ein unsichtbares Band, was Isaac lächeln ließ.

Als er sich wieder umwande, spürte er deutlich, wie sich seine Nackenhaare aufstellten. Er wurde beobachtet. Das Gefühl ließ nicht nach und so begann er sich möglichst unauffällig nach dem Ursprung für sein Unwohlsein um zu sehen. Er fand ihn schnell und ein Lachen entwich ihm als er seinen alten Freund erblickte. Er saß gegenüber von der Bar in einer dunklen Ecke und sah Isaac unverwandt an. Als sich ihre Blicke trafen bildeten sich feine Lachfalten um die Augen des Hexers. Der Hybrid bahnte sich seinen Weg zu Marcus und dieser hob sein Glas zum Gruß und Tost, als Isaac bei ihm ankam. "Isaac!", rief er aus und breitete nun auch noch seinen anderen Arm aus. Sie umarmten sich und Isaac atmete den vertrauten Geruch nach Mandeln und Zimt ein. "Es tut gut dich zu sehen.", sagte Isaac und klopfte dem Hexer fest aber freundschaftlich auf den Rücken. Sie lösten sich voneinander, doch der eindringliche Blick des Hexenmeisters blieb bestehen. Isaac sah ihn fragend an und der Ausdruck in den Augen seines langjährigen Freundes wurde weicher. "Nichts.", antwortete er auf die stumme Frage seines Gegenübers und Isaac verdrehte leicht die Augen. Er konnte es nicht leiden, wenn Marcus seine Gedanken las. Doch er wusste ebenso, dass er es nicht immer so beeinflussen konnte wie er wollte. "Du scheinst eine ... einnehmende Bekanntschaft gemacht zu haben.", sagte er dann doch und Isaac lächelte. "Sieht so aus.", erwiderte er und setzte sich zu Marcus an den hohen Tisch auf einen der beiden freien Hocker. Es hatte keinen Sinne es abzustreiten, auch wenn Isaac nicht so bewusst war. Marcus sah tief in seine Seele und wenn er sagte, dass Kyara Eindruck auf ihn gemacht hatte, dann musste es wohl stimmen. "Sie ... hat etwas ...", gab er zu und Marcus hob überrascht seine Augenbrauen. "Wird mein einsamer Wolf etwa am Ende noch zu einem zahmen Schoßhund?", sagte er und beugte sich verschwörerisch etwas näher zu ihm. "Wie erfrischend.", fügte er hinzu konnte seine diebische Freude kaum verbergen. Isaac lachte und kratze sich verlegen am Hals. So wie es Marcus darstellte könnte man fast meinen er und Kyara seinen verlobt oder etwas in der Art. Kurz keimte das Bild einer in weiß gewanderten Kyara vor seinem inneren Auge auf, doch schob er diesen Gedanken rasch beiseite, allerdings nicht schnell genug, jedenfalls dem Grinsen des Hexers nach zu urteilen.
"Sag einfach nichts.", bat Isaac seinen Freund und klang dabei fast schon etwas müde. Marcus hob unschuldig seine Hände in etwa auf Schulterhöhe, doch sein Blick sagte mehr als 1000 Worte.
"Ich kenne sie kaum ...", begann Isaac sich zu verteidigen und Marcus begann zu lachen. "Aber du würdest gerne!", sagte er dann und Isaac sah ihn ertappt an. "Warum weichst du deinem Glück aus, Isaac?", fragte er sanft und Isaac senkte seinen Blick. Es stimmte, er hatte in Sachen Beziehungen wirklich selten Glück. Die Liste seiner Verflossenen war lang und reichte von Emma bis hin zu Juliette. Vielleicht war das auch der Grund weshalb er vorsichtig war ... er wollte nicht wieder enttäuscht werden.
In dem Moment teilte sich die Menge und gab den Blick auf Kyara frei. Zufall? Isaac glaubte kaum. Er schnalzte missbilligend mit der Zunge konnte seinen Blick aber auch nicht von dem Rücken der blonden Schönheit abwenden. "Was soll das?", fragte er noch immer ohne Marcus an zu sehen. "Ich weiß nicht was du meinst.", gab der Hexer auffällig unschuldig zurück. "Ja ... klar ...", murmelte Isaac und sah zu wie die junge Frau an der Bar saß.
Wenn er sich konzentrieren würde, so wäre er vermutlich mit Leichtigkeit dazu in der Lage, ihre Worte zu verstehen ... doch er blinzelte und setzte sich etwas gerader hin. Er räusperte sich und wollte gerade etwas sagen, als Kyara erneut seine Aufmerksamkeit einforderte.
"Lass mich los!" diese Worte ließen die Alarmglocken in Isaac laut anschlagen. Er erhob sich von seinem Hocker und steuerte wie in Trance auf die beiden Personen zu, die in diesem Augenblick einzig und allein in seinem Kopf Platz hatten. Er bekam nicht mit, wie Marcus nach seinem Arm griff und ihm etwas zurief. Mit schnellen Schritten überwand er die Distanz zwischen ihnen und legte dem Mann hart eine Hand auf dessen Schulter.
"Gibt es hier ein Problem?", fragte er wie gewohnt freundlich aber mit einer deutlichen Autorität in der Stimme. Er betrachtete Kyara, dann richtete seinen Blick auf den fremden Mann.
Unsympathisch war das Erste, was ihm zu dem Fremden einfiel.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Fr März 17, 2017 2:40 pm

Er klang so, als hätte er versucht das Rauchen sein zu lassen. Etwas, was Kyara sicher unterstützen würde, wenn sie ihn kannte. Sie ging in diesem Augenblick auch noch fest davon aus, dass er ein Mensch war und sich seine Lunge teerte mit den Zigaretten. Doch auch so, als Nichtraucher war der Qualm keineswegs angenehm, nicht dass es sie interessieren dürfte, was Isaac mit seinem Leben anstellte. "Aber das war nur ein Niederschlag. das sollte dich nicht davon abhalten es weiterhin zu versuchen.", sagte sie und lächelte ihn lieb an. "Vielleicht fehlt in Augenblicken wie diesen einfach jemand, der die Zigarette wegschnippt und dir liebevoll eine pfeffert." Letzteres ließ sie ein wenig grinsen. Aber ja, das gehörte dazu...vielleicht...na gut, nicht für die meisten Leute der Bevölkerung. Aber Kyara fand es doch recht amüsant.
"Ist aber ein guter Mist gewesen. Was ich bisher gesehen habe von der Bar ist wirklich unglaublich.", sagte sie und es war keineswegs schleimen. Manche würden sicher davon ausgehen, doch ihr liebes und ehrliches Lächeln in dem Augenblick sprach eindeutig gegen diese Annahme. Und sie log nicht, der Panic Room gefiel ihr. Besonders weil es in der Nähe ihrer Wohnung, wo sie doch die meiste Zeit im Augenblick verbrachte wenn sie nicht gerade "arbeitete", nichts dergleichen gab. Und diese interessante Bar würde sie sicher wiederkommen lassen, obwohl ihr Gegenüber sicher auch ein Grund war. Denn er gefiel ihr doch, selten gab es Leute die den selben Humor mit einem teilten und mit denen man sich verstand. Und sie bereute es immer mehr, dass sie mit Begleitung hier war. Denn die Sorge wuchs, dass Isaac allein dieser Aspekt genug abschreckte sie nicht zu mögen.
Sie waren hineingegangen und sie spürte seine Hand auf ihrem oberen Rücken. Kurz drehte sie sich zu ihm um und lächelte. "Ja, schließlich sind wir nicht zu dem Punkt mit der Telefonnummer gekommen.", sagte sie und verwies auf das, was er kurz zuvor von sich gegeben hatte.

Im Inneren bereute sie es, dass sie nicht bei Isaac geblieben war. Wieso hatte sie auch nicht sagen können, dass ihre Begleitung so ätzend war, dass sie hoffte er würde in der Zwischenzeit verschwinden, so lange sie draußen war? Wieso hat sie nicht einfach draußen bei Isaac bleiben können, der ihr generell nicht aus dem Kopf gehen wollte. Ein Aspekt, der bei Kyara merkwürdig war. Denn sie interessierte sich normalerweise nicht im Nachhinein für Männer. Und sicher war kein Hauptaspekt, dass sie nett, lustig und sympathisch waren. Darum war es ihr nie gegangen, doch bei Isaac machte es einen wichtigen Bestandteil aus, abgesehen von seinem sehr ansprechenden Aussehen. Doch innerlich bestrafte sie sich dafür, dass sie an ihn dachte. Wahrscheinlich war er nur so nett gewesen, weil ihm die Bar gehörte und er angewiesen auf die Kundschaft war. Dass sie Eindruck hinterlassen hatte, konnte sie nicht wissen. Auch, weil ihre eigentliche Begleitung immer mehr stresste. Am liebsten hätte sie die Bar komplett verlassen, denn ihr Begleiter ruinierte ihr diese gerade. Am liebsten hätte sie ihr teilweise feuriges Gemüt herausgelassen und ihn nach allen Regeln der Kunst maßgeregelt. Mit einem Hybrid aus Engel und Dämon sollte man sich nicht anlegen. Besser gesagt sollte man den Dämon in ihr nicht hervorkitzeln.
Doch als hätte man ihre Gebete gehört, kam jemand auf sie zu und legte hart seine Hand auf die Schulter ihres Begleitern. Blöd nur, dass dieser jemand Isaac war. Sie wollte nicht hilflos auf ihn wirken, auch wollte sie nicht, dass er dachte der alte Knopf wäre die Art von Mann, die sie bevorzugte. Gut, Kyara war insgeheim schon etwas älter als sie aussah, eigentlich auch älter als ihre Begleitung, aber innerlich war sie doch jung geblieben. So oder so, sie wollte weder dass Isaac sich hier ein Bild über ihren Männergeschmack machte, noch dass er von ihrem Job erfuhr. Denn wenn man wirklich mal jemanden interessant fand, dann war Kyaras Job doch nicht wirklich einladend. Trotzdem blickte sie Isaac kurz dankbar an, während ihr Begleiter immer wütender zu werden schien. Dass er unterhalb seines Mantels diverse Mittelchen hütete, konnte sie nicht riechen. "Nimm deine Griffel weg, Mann!", beschwerte er sich genervt, fixierte mit seinem Blick aber weiterhin Kyara und seine Hand umfasste noch immer ihren Arm. "Ich möchte weg von ihm, doch er lässt mich nicht gehen. Ich kenne ihn nicht und er soll mich loslassen.", beantwortete sie die Frage von Isaac. Eigentlich sollten ihre Alarmglocken schon längst angegangen sein, dass mit ihrer heutigen Begleitung so einiges nicht stimmte. Sonst war sie doch auch so vorsichtig, doch über diesen Mann hat man nichts finden können. Doch auch dieser Aspekt hätte sie stutzig machen müssen. "Sie übertreibt, ich wollte mit ihr doch nur anstoßen.", versuchte sich der Mann zu rechtfertigen. Und so sprach Kyara einfach ihre Vermutung aus, die sie allein dazu gebracht hat, sich von ihm zu entfernen: "Ich glaube er hat mir etwas ins Glas gemischt." Es war nur eine Vermutung, sicher wusste sie es nicht. Deswegen auch hatte sie ihren Satz mit dem Wort glauben versehen. Aber egal was es war, alleine dass er sie so stramm festhielt und immer aggressiver zu werden schien, ließ sie innerlich noch verstärkter abhauen wollen. Oder zumindest erlöst von dieser Begleitung. Da war es ihr sogar lieber den Abend alleine zu verbringen, als mit jemandem wie ihn. Auch wenn sie die Einsamkeit nicht mochte, sie tat sich schwer sich auf Leute einzulassen. Sie war ungern alleine, eigentlich sehr gesellig. Doch ließ sich das mit ihrer Situation so schwer vereinbaren, es würde wohl niemand verstehen.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Fr März 17, 2017 10:05 pm

Die Tatsache, dass Kyara ihm in einem gewissen Maßen Mut zusprach, ließ ihn lächeln. Zwar glaubte er weniger, dass es ihm am langen Ende wirklich helfen würde mit dem Rauchen auf zu hören, aber vielleicht gab es ihm den nötigen Anstoß. Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt und so nickte er nur. Als sie meinte, dass ihm jemand fehlen würde, der ihm auf die Finger schlug, in Augenblicken der Schwäche, wurde sein Lächeln breiter. Damit hatte sie vermutlich nicht ganz unrecht. Wenn seine imaginäre Freundin es nicht leiden würde, das er rauchte, so würde er es aufgaben. Natürlich. Immerhin wollte er seine Partnerin glücklich machen und vor allem wollte er, dass sie zufrieden war. Aber ... das war eben das Problem: welche Partnerin?!
Er sagte nichts weiter dazu. Es war besser, wenn sie jetzt nicht anfingen über Beziehungen und missglückte Partnerschaften zu sprechen.
Im Innern der Bar, verabschiedenden sie sich. Isaac lachte und nickte. "Ja, das ... wäre schön.", sagte er aufrichtig und ernster als zuvor. Ja, er würde liebend gern weiter mit Kyara sprechen. Wenn es nach ihm gehen würde gerne jetzt und sofort, aber sie war in Begleitung hier, wie er sich wieder in sein Gedächtnis rief. Es wäre unfair und im höchsten Maß hinterlistig dem armen Kerl gewissermaßen die Frau zu 'stehlen'.
So vertröstete er sich selbst auf später. Wenn er Glück hatte, liefen sie sich im Laufe des abends ja nochmal über den Weg.

Isaac hab die Augenbrauen, als der Fremde ihn anfuhr. Der erste Eindruck war ja bekanntermaßen der wichtigste, auch wenn Isaac sich gerne vom Gegenteil überzeugen ließ. Doch bei Kyaras Begleitung schien er richtig gelegen zu haben. Er war ziemlich unausstehlich.
Die Bemerkung ließ er unkommentiert. Er hatte kein Interesse an einer Schlägerei auf Kindergartenniveau.
Er atmete tief ein und suchte den Blick des Mannes, dessen Aufmerksamkeit allerdings gänzlich an Kyara hing.
Isaac runzelte die Stirn. Der Eigengeruch des Mannes wurde von einem billigen Aftershave überdeckt, aber dennoch konnte Isaac etwas vertrautes ausmachen. Blut, da war er sich sicher, aber da war noch mehr, was ihm vertraut vorkam. Der Geruch nach Erde, Wind und ... nassem Hund. //Werwolf// schoss es Isaac durch den Kopf. Wenn es so war, galten für ihn hier andere, schärfere, Regeln und wenn es stimmte, was Kyara sagte, nämlich, dass er ihr etwas ins Glas gemischt hatte, dann konnte sich der Wolf auf etwas gefasst machen. "Ich sehe keinen Grund, warum die junge Dame lügen sollte.", sagte Isaac schlicht und sah von dem Mann zu Kyara und wieder zurück. "Ich denke es wäre besser, wenn sie gehen würden.", fuhr er dann fort und sah den Fremden mit festem Blick an. Er blieb ruhig, so wie immer. Es kam nicht selten vor, dass er Betrunkene vor die Tür setzte oder rauflustige Halbstarke zur Vernunft bringen musste. Ihn brachte nichts so leicht aus der Fassung, wenn es anders wäre, so hätte er definitiv den falschen Beruf gewählt. Natürlich handelte Isaac in diesem Moment nicht ganz uneigennützig, aber dieser Gedanke kam ihm nur am Rande. Es war offenkundig, dass Kyara sich von ihm belästigt fühlte und Isaac hätte ebenso reagiert, wenn er sie nicht vor wenigen Minuten gesprochen und kennen gelernt hätte.
Das letzte was er wollte war, dass sich hier irgendjemand zu irgendetwas genötigt fühlte. Dafür war hier im Panic Room einfach kein Platz. Liam, einer der Barkeeper, betrachtete die Situation aufmerksam, doch Isaac schüttelte nur kaum merklich den Kopf als sich ihre Blicke trafen und er ihn fragend ansah. Er würde das regeln und wenn es sich zuspitzen würde, wäre noch immer Zeit ihn zur Hilfe zu rufen.
"Komm mit Mann.", sagte Isaac an den Werwolf gerichtet und nickte in Richtung Ausgang, während er ihm gleichzeitig eine Hand auf den Oberarm legte. Er würde ihn hinaus bringen, nur um sicher zu gehen, dass er die Bar verließ. Das selbe Prozedere wie bei jedem auffälligem Gaste eben.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   So März 26, 2017 10:28 am

Kyara hatte die selben Gedanken wie wohl viele Frauen in diesem Augenblick, denn sie wünschte sich die Zeit zurückdrehen zu können. Und das alles nur, um sich gegen diesen Mann als Begleitung zu entscheiden. Bei längerem Nachdenken, war es vielleicht doch nicht die beste Möglichkeit. Denn dann hätte sie den Panic Room wohl nie betreten, geschweige denn wäre sie von der Bar geflüchtet mit der Absicht auf die Toilette sich zu verziehen, aber doch schlussendlich draußen gelandet wäre. Auf der einen Seite, da wünschte sie sich sie wäre Zuhause geblieben, denn das wäre um einiges entspannter gewesen. Doch auf der anderen Seite, war es vielleicht genauso richtig, denn so hatte sie Isaac draußen kennengelernt. Und jetzt stand er hier und über seine Hilfe war sie ihm unendlich dankbar, unabhängig davon, dass das hier wahrscheinlich zu seinem Job gehörte. Sie war zwar nicht der Freund davon vor Männern schwach zu wirken, doch es war sicherer für sie sich von ihm beschützen zu lassen. Sie wusste nicht wer noch in der Bar war und wem es auffallen könnte, was sie war. Nur wenige wussten von ihrer wahren Existenz und das wollte sie auch so beibehalten, so lange sie niemandem so ganz vertraute. Sie wusste auch noch nicht, dass Isaac und Kyaras eigentlicher Begleiter sich ebenfalls zu den übernatürlichen Kreaturen zählten, doch wenn sie es wüsste, dann würde das wohl noch eher ihre Alarmglocken zum Läuten bringen, denn das hieß noch um einiges besser aufzupassen. Denn wer wusste schon, ob die Person vor einen nicht Kontakte in die himmlische Richtung besaß?
Isaac hatte seine Hand auf den Oberarm des Mannes gelegt. Er wirkte ruhig und schien das Problem schnell beseitigen zu wollen, ohne dass wohl die restlichen Gäste etwas mitbekamen. "Ich habe gesagt, dass du deine beschissenen Griffel von mir nehmen sollst!", knurrte der Begleiter von Kyara und dieses Verhalten war ihr peinlich vor Isaac, denn was dachte er wohl mit was für Kerlen sie da ausging? Und je länger sie hier stand und das Drama beobachtete, desto mehr fragte sie sich das selbst und ob es das Geld wirklich wert war, wo sie es doch nicht brauchte. Und als könnte es nicht schlimmer kommen, schubste er auch noch Isaac weg und das gegen die Bar. "Lass mich in Ruhe!", schnaubte der Mann und wandte sich schließlich wieder an Kyara. "Du kommst jetzt mit, ich habe auf dein Verhalten keinen Bock mehr. Es war so ausgemacht.", sagte er, wollte nach ihr greifen, doch sie war etwas flinker als er. "Nichts war ausgemacht. Hau endlich ab. Ich komme nicht mit dir mit, nur über meine Leiche.", sagte sie und versuchte die Wut nicht allzu stark an sich heranzulassen. Sie wusste, dass sie dann nur schwer kontrollieren konnte, ob ihre Augen rot aufflammte oder nicht. "Das lässt sich einrichten." Der Typ grinste verdächtig und holte etwas aus seiner Jacke hervor. Es war ein Messer und auch wenn es Kyara nicht wirklich etwas ausmachen würde, so machte sie doch große Augen. An wen war sie denn da geraten? Sie hatte darüber in ihren Recherchen nichts finden können, doch das hier war natürlich super ätzend für alle Beteiligten.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   So März 26, 2017 2:59 pm

Isaac konnte nicht umhin sich zu fragen, wie eine scheinbar so intelligente Frau wir Kyara an so einen Kerl geraten konnte. Gut, auch er hatte schon das eine oder andere Date gehabt, welches sich im Nachhinein als ziemliches Disaster entpuppt hatte, aber er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieser Mann zuvor auf irgendeine Art und Weise einladend auf sie gewirkt haben konnte.
Nun, da er wusste, dass es sich bei seinem Gegenüber um einen Werwolf handelte, war Vorsicht geboten. Einen normalen Mann hätte der Barbesitzer ohne größere Mühe nach draußen befördert, aber sein Wesen verkomplizierte die Sache. Nicht wegen ihm, Isaac roch selbst über das billige After Shave hinweg deutlich, dass der Mann noch jung war, ein Frischling. Jemand, der noch keine großartigen Erfahrungen gesammelt haben konnte. Doch genau das machte ihn auch so gefährlich. Isaac als geborner Werwolf wusste seine Kräfte einzusetzen und seine Triebe zu kontrollieren, doch dieser hier nicht. Er war gereizt, das sah man ihm deutlich an und Isaac wusste nicht, wie weit der Mann in seinem Tun gehen würde, wenn er so angespannt war. Wenn er sich zum Beispiel verwandeln würde, so hätten sie ein ernstes Problem.
Er stieß unsanft gegen die Bar, als er von seinem Gegenüber geschupst wurde. Er ließ es zu, biss die Zähne zusammen und begnügte sich damit, tief einzuatmen.
Was der Mann über gewisse Vereinbarungen sprach, machte in den Ohren des Hybriden wenig Sinn, doch es war gleich, was er damit meinte. Wichtig war, ihm ein paar Manieren eingebläut wurden. Dabei war Isaac mit Sicherheit niemand, der Gewalt den Vorzug gab, doch so, wie die Dinge im Moment standen, sah er keinen anderen Ausweg. Der Mann zückte ein Messer, was Isaac die Stirn runzeln ließ. Das zeigte erneut deutlich, dass er noch nicht lange ein Werwolf war. Ein Wolf hätte keine Waffe bei sich. Das Wesen war Waffe genug, sowohl zum Angriff als auch zur Verteidigung.
"Ich habe kein Interesse an eine Schlägerei auf Kindergartenniveau.", knurrte Isaac, während er sich näher zu dem Mann beugte. Eine deutliche Warnung, die er als Werwolf unmöglich missverstehen konnte. Er sah ihm in die Augen und ließ sie unter seinem Blick kurz aber deutlich gelb aufglühen. Die Gäste in ihrer unmittelbaren Umgebung wurden unruhig, als diese bemerkten, was dort vor sich ging. Sie drängten zur Seite und Isaac nickte nun doch dem Vampir hinter dem Tresen zu. Dieser reagierte schnell.
Er kam um die Bar herum, packte den Mann mit ungeheurer Kraft am Kragen, drehte ihm den Arm auf den Rücken und bugsierte ihn dann durch die Menschen hindurch, welche ihnen bereitwillig Platz machten hinaus. Es war immer wieder praktisch einen Vampir wie Liam im Laden zu haben. Er war sehr alt und ebenso stark, aber dennoch ruhig und bedacht. Etwas, was nicht unbedingt zueinander passte. Aber genau das schätzte Isaac so an ihm, abgesehen davon, dass er unschlagbare Cocktails mixte und nahezu alles über Spirituosen zu wissen schien.
Isaac sah ihnen nach ehe er sich Kyara zuwandte. "Alles ok?", fragte er sie und musterte sie besorgt. "Wie könnte es?!", kam es von einem Mann hinter ihnen, dessen Stimme Isaac nur all zu vertraut war. Macus war herüber gekommen und legte seine Hände sanft auf die Schultern der jungen Frau. "Die Kleine braucht einen Drink", sagte er überzeugt, wandte sich dann an das Getränk, welches zuvor einem Kyara gehört hatte und tunkte die obere Spitze seines kleinen Fingers hinein. Er zog ihn heraus, betrachtete ihn prüfend und leckte sich dann die Flüssigkeit von der Fingerkuppe. "Oh ... Temazepam. Dieser schlaue Fuchs.", sagte er, mehr zu sich als zu den anderen Beiden. Isaac runzelte die Stirn. Er hatte bereits von diesen Tropfen gehört, aber wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie einmal in seiner Bar Anwedung finden würden.
Marcus schüttelte den Kopf, nahm das Glas und trug es um den Tresen herum um den Inhalt in den Ausguss der Spüle zu kippen. Isaac drehte sich wieder Kyara zu. "Nette Bekanntschaft, die du da hast.", sagte er und versuchte nicht all zu abfällig zu klingen.
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Kyara De Luca

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Di März 28, 2017 1:18 pm

Kyara musterte die Situation und übte vornehme Zurückhaltung, auch wenn sie Isaac da ungern hineinzog. Doch was sollte sie schon groß tun? Es wäre ein Leichtes diesen Kerl aus dem Panic Room zu befördern, doch nicht ohne aufsehen zu erregen und das konnte tödlich enden. Und so nahm sie es sich heraus still zu beobachten und nur im Notfall einzugreifen, denn sie würde nicht zulassen, dass Isaac verletzt wurde wegen ihr. Auch wenn in ihr irgendwo ein Dämon steckte, sie war weniger hinterlistig als das Original und der Engel in ihr könnte niemals zulassen, dass jemandem, der ihr versucht hat zu helfen, etwas geschah nur deswegen.
Isaac beugte sich näher zu dem Mann und Kyara legte leicht den Kopf schief. Sie wusste nicht, ob ihre Augen sie anlogen, doch sie bemerkte ein gelbes Leuchten. Kurz sagte ihr Kopf, dass Isaac kein Mensch war, doch sie versuchte den Gedanken zu verwerfen. Bisher hätte sie abgesehen davon keinen Anhaltspunkt. Doch ausgeschlossen war es sicher nicht, besonders wo sich doch übernatürliche Wesen sehr gut anpassen konnten. Schließlich war es auch eine Sache des Überlebens und auch wollte wohl niemand in der Klapse landen, weil er behauptete sich gerne von Blut zu ernähren, an Vollmond zum Tier wurde oder weil man dachte, man wäre ein Gesandter Gottes. Doch das war eindeutig etwas, was Kyara im Auge behalten würde. Man konnte sich nie sicher genug sein und sie konnte auch nicht zu hundert Prozent sich selbst versichern, dass der schöne und sehr sympathische Mann ein Mensch war.
Ein anderer Mann kam hinter dem Tresen hervor und packte sich den Schwachkopf, den Kyara ihre Begleitung nannte. Ihr Begleiter versuchte sich zu wehren, doch es brachte nichts. Trotz aller Versuche sich dem Griff zu entreißen, bugsierte der Barkeeper ihn nach draußen und schickte ihn weg. Etwas nervös blickte die Blondine zu Isaac, als er sie besorgt anblickte. Doch ehe sie überhaupt Antworten konnte, kam ein anderer Mann zu Wort, der ihr bis dato nicht aufgefallen war. Er stand hinter ihr und legte seine Hände auf ihre Schultern. Eine Nähe, die Kyara nicht unbedingt begrüßte, doch sie wisch dem Ganzen erst einmal nicht aus. "Wo er Recht hat, hat er Recht.", sagte sie. Ja, wahrscheinlich wäre ein Drink passend, damit sie etwas entspannter wurde und nicht mehr so in Alarmbereitschaft sich befand. Sie blickte zu dem Unbekannten, wie er seinen Finger in ihr Getränk tunkte und sich die Flüssigkeit, die an seinem Finger klebte, genau ansah. Als er probierte und schließlich sagte, was sich in dem Glas befand, schluckte Kyara schwer. Denn das hätte sie selbst sogar kurzerhand aus den Socken gehauen. Kurz traf ihr Blick den des unbekannten Mannes und irgendwas ging von ihm aus. Wusste er, was sie war? Ganz konnte sie es nicht sagen, doch er wirkte keinesfalls so menschlich wie es Isaac auf den ersten Blick tat. Doch sie redete sich ein, dass sie aus Angst sich vielleicht etwas einbildete.
Der Mann schüttete das Glas aus und Kyara wandte sich wieder zu Isaac. Der abfällige Unterton in seiner Stimme war kaum zu überhören. "I-ich...naja...", sie seufzte schließlich. "Das war ein berufliches Kennenlerngespräch. Sicher nicht meine erste Wahl und ich konnte nicht riechen, dass er...geisteskrank ist?", sie wusste nicht, ob sie das richtige Wort benutzt hatte, um den Mann zu beschreiben. Passen tat es auf jeden fall. Doch Kyara wollte sich nicht unbedingt rechtfertigen, mehr sah sie Isaac entschuldigend an. "Es tut mir leid, dass ich ihn hergebracht habe." Nervös biss sie sich auf die Unterlippe, denn sie wollte nicht, dass er etwas falsches über sie dachte. Außerdem tat es ihr wirklich leid, ihr waren schließlich die blicke der anderen Gäste aufgefallen. Und als Inhaber war das hier sicher nicht die rosigste Situation auf der Welt.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Di März 28, 2017 9:02 pm

Isaac lächelte. Ja, ein guter Drink wäre jetzt wohl genau das richtige um etwas abzuschalten.
"Den Drink lässt du dir aber am Besten nicht von Marcus mixen.", sagte er und zwinkerte ihr vielsagend zu. Der Hexer hatte eine Schwäche für starken Alkohol und seine Cocktails waren nichts für zarte Persönchen. Da sollte die junge Frau lieber warten, bis Liam zurück käme. Dieser würde ihr einen leckeren Mix zaubern, der mit ziemlicher Sicherheit ihrem Geschmack entsprach. Marcus hob seine Augenbrauen, sagte aber nichts weiter zu dieser Bemerkung. Ein leises: "Spielverderber." konnte er sich dann aber doch nicht verkneifen.
Isaac hörte es dennoch und warf seinem Freund ein Lächeln zu, ehe er sich wieder an Kyara wandte.

Er hob leicht die Augenbrauen bei ihren Worten. "Beruflich?", wiederholte er, dachte kurz nach und fuhr dann nach einer kurzen Pause fort. "Ok .. für welchen Beruf wolltest du dich denn vorstellen, wenn ich so indiskret fragen darf?" Er betrachtete die junge Frau vor ihm und konnte beim besten Willen nicht sagen, was sie beruflich machte. Es gab Menschen, denen sah man es regelrecht an, bei anderen hatte man immerhin so eine Vorahnung, doch bei Kyara konnte er sich nichts vorstellen. er hätte spontan auf etwas soziales getippt, war sich aber überhaupt nicht sicher, ob er damit richtig lag oder es überhaupt in die richtige Richtung ging. Selbst ihr Geruch half ihm dabei nicht weiter.
Er lachte leise auf, als sie sich dafür entschuldigte, dass sie ihn hier her gebracht hatte. "Dafür musst du dich nun wirklich nicht entschuldigen.", sagte er und nickte Liam zu, der in diesem Moment wieder auftauchte. "Glaub mir, Idioten haben wir hier öfters, auch wenn die Wenigsten davon ein Messer mit bringen.", sagte er zum Ende hin nachdenklich werdend. Aber er riss sich ziemlich schnell wieder aus seinen Gedanken. Das letzte was er wollte war, dass sich Kyara Vorwürfe machte. Immerhin hatte es keinen Zweck und er empfand es wirklich nicht als ihre Schuld. Schuld hatte allein der Kerl, der mit einem Messer zu einem Kennenlerngespräch kam. Auch wenn sich die leise Frage in ihm breit machte, was der Mann damit gemeint hatte, als er sagte, dass sie mit kommen sollte, da sie etwas 'ausgemacht' hatten. Natürlich hatte die Blondine bereits gesagt, dass dies nicht stimmte, aber an was hatte der Typ wohl dabei gedacht? Natürlich kamen ihm recht schnell sexuelle Gefälligkeiten in den Sinn, was ihm ziemlich übel werden ließ. Allein die Vorstellung, Sex zu verlangen und im Gegenzug einen Beruf in Aussicht zu stellen, war in keinster weise mit seinen moralischen Ansichten vereinbar.
"Aber genug davon. Was magst du trinken?", fragte er die junge Frau und kam ihr fast schon unwillkürlich etwas näher, allerdings ohne ihr all so sehr auf die Pelle zu rücken. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass Nähe etwas war, was schnell unangenehm werden konnte und das dies etwas war, das am Besten langsam aufgebaut wurde.
Er wartete, bis Kyara sich für etwas entscheiden hatte und orderte selbst ein deutsches Bier. Astra, das mit Abstand zu seinen liebsten Biersorten gehörte. Der Panic Room war bekannt dafür, dass er eine große Auswahl verschiedener Biere anbot, aus allerlei Ländern, was es einerseits interessant machte aber eben auch besonders.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mo Mai 01, 2017 6:41 pm

"Ich bin nicht so zart besaitet, wie du vielleicht denkst.", meinte sie schulterzuckend. Nicht, dass Kyara sich häufig mit Alkohol wegschoss, die paar Jahre, die sie inzwischen auf dem Buckel hatte und nette Gesellschaften hatten sie trinkfester gemacht. Und wenn man ein Fünkchen Dämon in sich hatte, dann wäre es wohl traurig nicht den ein oder anderen Drink zu vertragen. Doch heute würde sie warten, bis Liam wiederkam. Das Adrenalin wegen dem Kerl von eben hatte ihr für den Moment schlichtweg gereicht.
Die junge Frau, die sich eigentlich nie groß schämte zu sagen, was sie beruflich tat, biss sich auf die Unterlippe. Sie wollte Isaac nicht anlügen, so etwas war nie ein guter Start. Doch sie wollte nicht, dass dieser Mann schlecht von ihr dachte, dass sie in irgendeiner Art und Weise käuflich wäre. Doch sie wusste, für eine gewisse Summe Geld konnte sie nicht abschlagen. Sie brauchte dann doch das Geld für schlechte Zeiten. Kurzfristig musste sie vielleicht den Ort wechseln und dann war Geld das einzige Mittel auf der Welt, was ihren Aufenthaltsort verschleiern konnte. Und diesem Job konnte man an jedem Ort nachgehen. "Hat was mit Sozialtherapie zutun.", sagte sie. Das traf es wohl noch am naheliegendsten, wenn man nicht sagen wollte, dass man als Escort-Girl Männer begleitet und auch ins Bett, wenn sie ihr sympathisch waren. Es war ja auch nicht das, was sich Kyara von ihrem leben erhofft hatte. Doch sie hatte früh gemerkt, dass Träume zum Scheitern verurteilt waren.
Liam kam wieder und Isaac kam ihr daraufhin etwas näher. Er hielt jedoch einen höflichen Abstand ein. Etwas, was sie mochte und viel zu selten in heutiger Zeit erlebte. Nicht, dass vor vierzig Jahren oder so es groß anders war. Doch Isaac schien die Ausnahme zu sein. Von ihm ging ein angenehmer holziger Geruch aus, etwas ganz anderes als der Kerl von eben. "Ein Long Island Ice Tea, bitte.", meinte sie lächelnd. Einen Augenblick standen sie beide nebeneinander und etwas brachte sie zum zweifeln. Sie sah Liam an. "Hatte der Kerl eigentlich noch sein Messer dabei?", fragte Kyara und biss sich auf die Innenseite ihrer Wange. "Ähm...ja, schon.", meinte Liam überlegend. Kyara blickte zu Isaac neben sich, sie hatte kein gutes Gefühl bei der Sache, wenn sie ganz ehrlich war. Sie wusste zwar nicht, dass es sich um einen Werwolf handelte, der gar kein Messer brauchte, um jemanden zu verletzen, aber das Messer und seine Art ließen schon genug Zweifel in ihr hochkommen. "Glaubst du es war richtig ihn gehen zu lassen? Ich meine...was wenn er sich jemand neuen sucht.", sprach sie schließlich ihre Zweifel aus. Er hatte sich wohl auch Sex erhofft, in der Kombination mit dem Messer, seiner Laune und dass er ein Wolf war, gab das wohl genug Anlass etwas unschlüssig zu sein, ob sie das Richtige getan hatten. "Ich meine, er hat ja gewirkt als ob er einen Plan gehabt hätte, wie sein Abend verlaufen soll." Ihnen wurden ihre Getränke hingestellt. Isaac sein Bier, Kyara ihr Cocktail. Sie dachte vielleicht zu übertreiben, dass sie wieder die verschiedenen Wesen in sich nicht in Kontrolle hatte und der Engel zu viel Platz im Augenblick beanspruchte. So nahm sie einen Schluck ihres Cocktails und hoffte, der Alkohol würde ihr wirkliche klare Gedanken verschaffen.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mi Mai 03, 2017 7:27 pm

Isaac lachte "Oh, das wollte ich damit nicht sagen.", versicherte er ihr und wog dann kurz seinen Kopf erst zu der einen, dann zu der andere Seite. "Aber ... bei Marcus habe ich oft den Eindruck als würde er kaum etwas trinken, was keine Umdrehungen hat.", erklärte er seine Sorge. Er grinste seinen Freund an, der ihn anblickte, als wüsste dieser nicht wovon der Hybrid sprach.
Ihre Antwort auf Isaacs Frage hin, was sie beruflich machte, ließ den Barbesitzer seine Augenbrauen heben. "Oh, das klingt wie ein recht ehrenvoller Beruf.", sagte er nachdenklich und stockte dann. "Oder war diese Therapie ... für dich bestimmt?", fragte er dann etwas ernster nach. Noch bevor Kyara antworten konnte, hob er eine Hand. "Entschuldige. Ich habe manchmal das Gefühl, das Leute die in einer Bar arbeiten, nicht wesentlich besser sind als Friseure. Eben unheimlich redselig." Er lächelte und schüttelte leicht seinen Kopf über seine Unachtsamkeit. Manchmal konnte man wirklich meinen, dass er erst sprach und dann nachdachte, was vermutlich von Zeit zu Zeit gewiss auch so war. Dennoch mühte er sich kein dumm daher redender Möchtegern Therapeut zu sein.
Das er hier neben einem Escort-Girl saß, darauf wäre der Hybrid niemals gekommen. Ob er sie verurteilt hätte? Das vielleicht nicht, aber Verständnis hätte er wohl ebenso wenig aufbringen können. Nicht wegen dem Beruf an sich, sondern vielmehr wegen der Gefahren, welchen sie sich bewusst aussetzte.
Doch so grübelte er im Stillen weiter, was sie wohl für ihre Mitmenschen tun mochte. Wobei sie ihnen half oder unterstütze. Isaac konnte sich gut vorstellen, dass Kyara gut in dem war, was sie tat. Sie wirkte nicht wie jemand, der mit Halbwissen glänzte oder ihren Beruf nicht mit dem nötigen Ernst - und Hingabe ausführte.
Isaac hob die Augenbrauen kurz etwas an, als sich die junge Frau noch einmal nach dem Mann erkundigte.
Sie schien sich Sorgen zumachen oder zumindest schienen ihre Gedanken noch immer um den Kerl zu kreisen.
Schließlich teilte sie Isaac ihre bedenken mit und dieser zog die Stirn in Falten. Er trank einen Schluck von seinem Bier und drehte die Flasche dann nachdenklich in seinen Händen. "Ja ... Vielleicht ...", sagte er nachdenklich und schwieg dann ehe er Kyara einen Seitenblick zuwarf. "Du kennst ihn vermutlich besser als ich: hälst du es für möglich, dass er jemandem etwas antut?", fragte er gerade heraus und setzte sich dabei etwas gerader hin.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Do Mai 04, 2017 6:34 pm

Ehrenvoll. Kein Wort womit Kyara unbedingt ihren Beruf beschrieben hätte. Nicht, dass sie ihren Beruf hasste. In manchen Situationen war das Leben ganz nett in dieser Weise. Außerdem ließ Kyara sich sicher nicht von irgendwelchen Menschen zu Handlungen hinter verschlossenen Türen zwingen. Es fand im Einvernehmen statt, doch natürlich gab es Berufe, die sie lieber ausüben würde. Manchmal wünschte sie sich so ein Leben, wo man sesshaft werden konnte und geregelten Arbeitszeiten nachging. Ein Leben, wo Zuhause jemand auf einen wartete. Doch es ging nicht und eine zweite Person wollte sie auch gar nicht in ihre Probleme mit hineinziehen. Sie war schon öfter beinahe einem Vollblutdämon oder einem Engel in die Finger geraten. Wenn man jemanden dann auch noch besonders gerne hatte, dann besaß man die gefundene Schwachstelle. Insgesamt glaubte Kyara einfach nicht für ein normales Leben geschaffen zu sein, nicht in ihrer jetzigen Hybridenform. Sie musste leicht auflachen. "Nicht schlimm. Aber hast du mich ernsthaft gefragt, ob ich statt der Kerl mit dem Messer eine Therapie brauche?", sie musste amüsiert lächeln. Mit dem Lachen überdeckte sie ihre innerlichen Zweifel und die Angst, Isaac könne herausfinden, was sie machte und sie dafür verurteilen.
Kyara kannte den Mann jetzt kaum besser als Isaac, doch sie versuchte sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen. "Fassen wir doch einfach zusammen, was wir von ihm wissen...", meinte sie nachdenklich. "Er war sehr aufdringlich, aber auch aggressiv. Er kam mit einem Messer in eine Bar, also wohl auch mit einer gewissen Absicht. Das bestätigt sich, wenn wir auch noch das Temazepam in meinem Getränk dazuzählen. Er muss die Absicht gehabt haben, jemand etwas anzutun. Ein normaler Mensch hätte so etwas nie dabei...", sagte sie überlegend und blickte Isaac von der Seite an. Sie legte den Kopf leicht schief und die Stirn etwas in Falten. "Oder tauchst du mit so etwas in einer Bar auf, wenn du mit jemandem verabredet bist?" Die Frage war rein hypothetisch. Außer natürlich Isaac wäre ein Massenmörder oder ähnliches, doch das schloss die Blondine aus. Doch der Mann von eben schon viel eher. "Er hat die Sachen noch bei sich, wieso also sollte er Nachhause gehen und sich ins Bett legen? Wenn du mich fragst...da draußen rennen viele Frauen herum, die sicher sein Bild eines neuen Opfers erfüllen." Kyara hatte sich in den Kopf eines Mörders hineinversetzt. Es gelang ihr ein wenig einfacher als manch anderen. Sie kannte ihre dunkle Seite, wusste wozu sie fähig war. Sie schämte sich für den Dämon in ihr nicht. Sie fand genau diesen Teil so reizvoll an sich selbst. Aber genauso gut wie sie sich in solche kranken Köpfe hineinversetzen konnte, verurteilte sie solche Gedanken auch wieder auf's schärfste. "Ich weiß nicht...ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn jemand anderem was passiert." Sie biss sich auf die Lippe. Die Vorstellung, er könne sich an einer anderen Frau vergreifen, die ihn nicht abwehren konnte, weil sie vielleicht ein Mensch war, oder jemanden wie Isaac und seine Truppe hier nicht hatte, verursachte eine Art Übelkeit in Kyara. Ihr wurde schlecht bei dem Gedanken und sie wusste nicht, ob sie da ruhig schlafen könnte oder sich das selbst verzeihen könnte, wenn sie es nicht einmal versucht hätte ihn aufzuhalten.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Fr Mai 05, 2017 12:40 pm

Isaac lächelte. „Das würde mir nie einfallen … allerdings kann man Menschen nur vor den Kopf schauen.“, fügte er dann noch nachdenklich hinzu. Auch wenn dieser Mann irgendeine Art Psychologe gewesen wäre, so hieß das ja nicht, dass er kein gefährlicher Mensch hätte sein können; einer, der vielleicht seine Klienten anstach wenn er sie allein zu fassen bekam.
„Es soll auch Psychologen geben, die durchdrehen.“, erklärte er sich dann um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. „Aber …“, begann er und lächelte sie herzlich an „schön zu wissen, dass du die mit der sozialen Ader bist und nicht er … das … hätte mich sonst irgendwie an der Menschheit zweifeln lassen.“ Er lachte. Ihm fiel nicht auf, dass er redete, als würde er sich nicht zu den Menschen zählen, was definitiv nicht stimmte.
Er teilte nicht, wie der Großteil seiner Familie, die Einstellung, dass die Menschen ein Volk waren, das von einer Horde übernatürlicher Wesen beherrscht werden musste.
Er persönlich sah darin eine Gefahr, eine Regierung, die unsterblich war, war in seinen Augen keine gute Wahl.
Isaac konzentrierte sich wieder auf den Mann, als Kyara in knappen Sätzen die Lage zusammenfasste. Ungeachtet dessen, ob er es wollte oder nicht, so verstand er die Dinglichkeit, welche die junge Frau an den Tag legte. Natürlich würde er sich lieber den schönen Dingen des Lebens zuwenden, aber nicht, wenn das hieß sic auf Kosten Anderer zu amüsieren.
„Kommt vermutlich auf die Art der Verabredung an.“, antwortete er auf ihre Frage mit seinem üblichen Galgenhumor. Doch er blieb ernst. Er war niemand den der Schaden Andere erfreute. Im Gegenteil. Isaac stand für Andere, Schwächere, ein. Er zeigte Zivilcourage und war kein Fan von stumpfsinniger Gewalt, noch dazu wenn diese allein zur Unterhaltung diente. „Ja das verstehe ich.“, sagte Isaac und nickte langsam. „Wenn es dir dann besser geht, können wir gerne der Polizei bescheid geben.“, schlug er ihr vor. Was sollten sie sonst tun? Ihn beschatten wie zwei Möchtegern-Detektive? Das wäre natürlich im Grunde möglich, barg aber natürlich auch seine Gefahren. Immerhin war der Mann ein Werwolf, wie Isaac mit ziemlicher Sicherheit wusste und das hieß, Kyara stünde auf seiner Speisekarte ganz weit oben. Sie in Schwierigkeiten zu bringen war mit so ziemlich das Letzte was er wollte, oder sie in ‚diese Welt’, welche sich vor der Realität der Menschen so gut zu verbergen wusste, hinein zu ziehen. Doch … tat er das nicht bereits in dem er schon nur hier mit ihr saß und plauderte?
Dazu kam, dass er dies unweigerlich tun würde, wenn sie sich näher kennen lernen würden … er schüttelte leicht den Kopf um diesen Gedanken zu vertreiben. Sie kannten sich gerade mal ein paar Minuten. Jetzt schon an mehr zu denken, war lächerlich.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mo Mai 08, 2017 11:20 pm

"Da hast du auch wieder Recht.", meinte sie überlegend. Nur weil man Psychologe war, konnte man als Außenstehender wohl nicht einfach davon ausgehen, dass dieser wenigstens mit seinen Gefühlen und seinem Kopf im Klaren war. Gut, besagter Kerl war kein Psychologe, das war wahrscheinlich auch besser so, denn Kyara glaubte nicht, dass er jemanden helfen konnte. "Aber fandest du ihn nicht auch sehr kommunikativ? Er schien doch auch eine soziale Ader zu haben, ich meine, er wollte mich ja nicht loslassen.", sie lachte leise. Das war zwar wirklich ein wenig derber daraus einen Witz zu machen, aber immer noch besser als darüber Ewigkeiten nachzudenken. Da brauchte man am Ende sonst wirklich noch einen Psychologen.
Kyara hatte sicher nicht die meiste Ahnung von Menschen, doch eine Sache fiel ihr bei Isaac auf, die sie etwas stutzig machte. Er redete, als würde er sich von den Menschen differenzieren, als würde er nicht zu ihnen gehören. Kyaras Gehör war darauf geschult Gefahren zu erkennen und für sie lauerten die meisten Gefahren eigentlich in übernatürlichen Kreaturen. Viele von ihnen würden sich nie zu den Menschen zählen. Einen kurzen Augenblick musterte sie Isaac. Er war ihr bis dato eigentlich sehr normal vorgekommen, wie ein Mensch. Aber wie ein äußerst interessanter Mensch. Kyara stellte keine weiteren Vermutungen auf. Vielleicht hatte sie es nur falsch verstanden, Isaac wirkte für sie nicht wie eine potentielle Gefahr. Das redete sie sich aber auch ein wenig ein, weil sie ihn sehr sympathisch fand und keine unnötige Distanz aufbauen wollte. Sie fühlte sich in seiner Nähe für ihre Verhältnisse doch recht sicher.
Mit seinem Galgenhumor entlockte er ein kleines Grinsen, auch wenn die Lage ernst war und Kyara es sich in den Kopf gesetzt hatte etwas zu unternehmen. "Du willst ernsthaft in New York die Polizei rufen? Mal ganz davon abgesehen, dass die hier so überlastet sind, dass sie keine Zeit haben, interessiert die das wahrscheinlich nicht mal groß. Dann können wir es auch gleich lassen.", meinte sie matt. Sie misstraute Polizisten aber auch einfach, sie hatte schon so vieles gesehen. Außerdem waren die meisten von ihnen Menschen, sie zur Hilfe zu ziehen fühlte sich für Kyara etwas komisch an. Außerdem wenn ihnen etwas passierte, obwohl Kyara das Problem ohne sie hätte gekonnt lösen können, warf sie sich das eine Ewigkeit vor. Doch das betraf auch Isaac. Er sollte da nicht mit verwickelt sein. Ob der Kerl von vorhin ein Mensch war oder nicht. Sie wollte wegen ihren Sorgen nicht, dass Isaac sich ihr verpflichtet fühlte und dann ihm etwas geschah. Sie trank an ihrem Getränk und dachte einen Augenblick nach. "Vielleicht sollte ich ihm hinterher gehen. Ich kann ja einfach mal schauen, dass er keinen Mist macht und im Notfall immer noch die Polizei rufen.", schlug sie vor. Kurzerhand hatte sie entschlossen die Sache alleine zu machen, war wohl besser für Isaac, den sie zu diesem Zeitpunkt noch immer für einen Menschen hielt. Und etwas in ihr wollte nicht, dass diesem Menschen etwas geschah, damit sie die Chance noch einmal bekam herzukommen und ein weiteres mal mit ihm zu reden...ihn vielleicht kennenzulernen.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Di Mai 09, 2017 8:28 pm

Isaac runzelte die Stirn. Die junge Frau schien nicht all zu viel Vertrauen in die örtliche Polizei zu setzten.
natürlich es waren Menschen und somit vermutlich unterlegen, aber erstens konnte Kyara das nicht wissen und zweitens waren es Menschen mit Schusswaffen. Also sehr wohl in der Lage sich zu verteidigen und selbst einen Werwolf zu zusetzten. "Ok ... scheint als würde ich mehr von unseren Freunden und Helfern halten als du.", sagte er lächelnd und strich etwas Kondenswasser von der gläsernen Flasche. Ihre trockene Art gefiel ihm, auch wenn er von Schwarzsehern eher nicht all zu viel hielt. Doch nur weil Kyara kein Fan der New Yorker Polizei war, musste das ja nicht gleich heißen, dass sie jedem Thema so düster gegenüber stand.
Er hingegen glaubte schon, dass sie es die Uniformierten interessieren würde wenn ein bewaffneter Typ mit Aggressionspotential in der Stadt herum lief.
Bei ihren nächsten Worten sah Isaac sie an, als wäre er sich nicht sicher ob er sie recht verstanden hatte.
"Du ... hast gerade nicht ernsthaft gesagt, dass du ihm folgen willst um zu sehen was er tut, oder?", fragte er nach und sein Tonfall zeigte deutlich, dass er dieses Vorhaben für keine gute Idee hielt. "ich meine ... der Typ ist gefährlich. Er hätte weiß Gott was mit dir angestellt, wenn du mit ihm gegangen wärst.", fuhr er dann fort und musste sich zusammen reißen die junge Frau nicht am Arm zu packen. Er sah sie eindringlich an. "Das kann nicht dein Ernst sein.", wiederholte er dann und schüttelte seinen Kopf, während er ihren Blick suchte.
Natürlich könnte er ihr anbieten mit zu kommen, doch was sollte das bringen. Er könnte auf sie acht geben, aber die Gefahr, dass der Typ sie entdeckte und sie angriff war zu groß. Er würde riskieren, dass sie sah was sie waren und das konnte nun wirklich nicht in seinem Interesse sein. er wusste nicht, wie sie reagieren würde, wenn sie erfuhr, dass es Wesen wie Werwölfe wirklich gab. Er vermutete aber, dass sie vor allem Angst haben würde. Was nur verständlich war. Doch das wäre dann höchstwahrscheinlich das Aus ihrer kurzen Bekanntschaft, wenn sie nicht sogar Jäger zu ihm führen würde, sollte sie Anderen Leuten erzählen was sie gesehen hatte. Und das war nun wirklich etwas worauf Isaac verzichten konnte.
Nein, es wäre besser, wenn sie hier blieben ... das mochte egoistisch sein ... aber die andere Option, die offen stand, war zu heikel. Nicht nur sein Leben stand hier auf dem Spiel, auch das seiner Stammkunden und natürlich auch das der jungen Frau, die hier neben ihm saß. Die Jäger konnten keine Zeugen gebrauchen, weshalb viele von ihnen auch nicht davor zurück schreckten, Menschen die zu viel wussten aus dem Weg zu räumen.
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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Di Mai 09, 2017 9:31 pm

"Ich bin nicht komplett gegen Polizei. Aber New York ist zu groß, es gibt zu wenige Polizisten und naja...ich regle meine Angelegenheiten wohl gerne selbstständig, als dass sich Fremde einmischen.", gestand sie und wurde rot. In Salem mochte sie die Polizei. Das war eine typische Kleinstadt, dort kannte man die Polizisten, die umherliefen und man konnte sie einschätzen. In New York hörte man manchmal keine guten Sachen über die Polizei und auch wenn Kyara versuchte ganz vorurteilsfrei zu sein, so fiel ihr das nicht immer leicht. Dazu kam, dass die meisten Polizisten Menschen waren. Unschuldige kleine Menschlein, die man nicht gefährden wollte, wenn man mit seinen übernatürlichen Problemchen kam. Es war in Kyaras Sicht besser, diese Menschen sich auf ganz normale Dinge konzentrieren zu lassen. Und wieso überhaupt ein Menschenleben riskieren, wenn man die Sache selbst in die Hände nehmen kann?
Sein Tonfall war ernst und kritisch. Sie merkte sofort, dass ihm die Idee nicht gefiel. Ja, jeder normal Denkende, der in Kyara eine verletzliche menschliche Frau sah, würde wohl so Bedenken äußern. Kyara kannte die Risiken, zwar wusste sie noch nicht, dass ihre Bekanntschaft von vorhin ein Werwolf war, es war aber nicht so, dass sie noch nie einem Wolf begegnet war. Auch wenn es zu einem gewissen Grad lebensmüde war alleine in so eine Situation zu gehen. Ob man jetzt Hybrid war oder nicht, schlau ging wohl anders. "Gut, anderes Szenario. Wir rufen die Polizei und sie kommt her, um die Dringlichkeit der Situation zu verstehen. Doch erstens haben sie den Kerl nicht gesehen und zweitens, bis wir ihnen eine Beschreibung geliefert haben, ist der wahrscheinlich schon über alle Berge." Kyara wusste ehrlich gesagt nicht was sie tun sollte. Ihr war das hier wichtig, sie konnte den Kerl doch nicht einfach mit einem Messer und Temazepam rumlaufen lassen. Kyara konnte hier bleiben und die gewissenhafte junge Frau spielen. Damit könnte sie noch etwas länger in Isaacs Nähe bleiben, den sie überaus sympathisch fand. Oder sie riskierte es, gab sich waghalsig und schaffte es vielleicht einen Geisteskranken aufzuhalten. Dafür aber könnte Isaac sie für vollkommen verrückt erklären und die Sache mit der netten Bekanntschaft wäre gegessen. "Ich weiß, dass er gefährlich ist, Isaac. Ich hatte Glück, dass du da warst. Aber irgendjemand muss sofort etwas tun. Nicht erst in einer halben Stunde. Wenn er wirklich vorhat sich ein neues Opfer zu suchen, dann braucht sie auch jemanden, der Isaac für sie spielt." Kyara war hartnäckig was die Sache anbelangte. Es war der Engel in ihr, der dafür geschaffen war Menschen zu beschützen. Und es war der Dämon in ihr, der nicht einfach jemanden gehen lassen wollte, mit dem sie noch eine Rechnung offen hatte. Die Kombination war riskant und Kyara hatte das nach all den Jahren noch immer nicht ganz im Griff. Und das musste nicht unbedingt immer gut ausgehen. "Ich meine, ich würde dir anbieten mitzukommen. Aber ich kann dich nicht zwingen. Genauso wie, dass du mich nicht zwingen kannst hier Däumchen zu drehen.", meinte sie. Ihre Blicke trafen sich. Etwas weniger Mut täte der Frau gut, doch sie war leider mit einer großen Waghalsigkeit geboren.

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Sa Mai 13, 2017 12:23 pm

Isaac konnte nicht glauben, dass Kyara ihr Vorhaben wirklich ernst meinte. "Ach ... und wenn er dich sieht und beschließt seinen Plan, was auch immer das im Detail bedeuten sollte, nun doch noch umzusetzen?", fragte er und hob seine Augenbrauen. "Ich verstehe dich ja ... auf eine ziemlich verdrehte Art ... aber was sollen wir tun? Soweit ich weiß reagieren die meisten Instanzen dieses Landes ziemlich empfindlich auf Eigenjustiz.", sprach er dann weiter und musterte die junge Frau. Sie hatte natürlich mit allem recht was sie sagte und wenn sie nicht gewesen wäre hätte sich Isaac diesem aufmüpfigen Werwolf auch ohne zu zögern angenommen, aber so. Er schüttelte den Kopf. In diesem Fall hieß es wohl pokern. Er würde sie nicht alleine gehen lassen, so viel stand fest, dann musste er also hoffen, dass der Wolf sie, sollten die Beiden ihn finden, nicht angreifen würde und so ihrer beider Tarnung auf Spiel setzte. Sollte es soweit kommen und Kyara hysterisch reagieren, würde er Marcus bitten ihre Erinnerungen zu bearbeiten. Das war vielleicht nicht gerade die feine Art, doch eine mögliche Option sollten alle Stricke reißen.  
"Du ... hast recht.", gab Isaac zu und sah sie ernst an während er über seinen nächsten Schritt nachdachte. "Gut. Wir suchen diesen Verrückten zusammen.", sagte er endlich und trank  mit zwei kräftigen Schlucken seine Flasche aus. Er rieb sich die Hände um diese vom Kondenswasser zu trocken und erhob sich von seinem Hocker.
Die Bewegung ließ Marcus aufsehen, der gerade hinter der Bar stand und mit zwei jungen Damen davor herum blödelte.
Er sah seinen Freund fragend an und nickte auffällig unauffällig in Kyaras Richtung. Isaac winkte ab und wandte sich statt dessen an Liam, den Vampir und Barkeeper.
"In welche Richtung ist der Kerl von vorhin verschwunden, den du vor die Tür gesetzt hast?" Liam sah von seinem Tun auf und schien zu überlegen. "Nun ... er ist noch ziemlich lange vor dr Bar auf und ab getigert, bis ich ihm klar gemacht habe, dass er verschwinden soll ...", er runzelte die Stirn und Isaac gab dem wesentlich Älterem Zeit zu überlegen. "Dann ist er nach links ... gegangen.", schloss er und nickte wie um seine Worte noch einmal zu bestätigen. "Richtung Park ...", murmelte Isaac nachdenklich und Liam betrachtete seinen Chef, der sich bereits wieder auf Kyara zu bewegte. "Was hast du vor?", wollte er wissen und sah mit wachen Augen zu, wie Isaac um die Theke herum ging und schließlich neben Kyara stehen blieb. "Wenn ich das wüsste.", begann er und rieb sich die Stirn. "Wir werden den Kerl suchen und ein Auge auf ihn werfen.", sagte er dann und zuckte mit den Schultern. Es hörte sich wirklich wie eine dumme fixe Idee an als wie ein ausgereifter Plan, zumal in Kombination mit Kyara, was Liam auch leicht ungläubig drein blicken ließ. "Oh ... ok.", sagte er und sah zwischen Isaac und Kyara hin und her. "Euer ernst?", fragte er dann und Isaac nickte. Liam schnaubte, nachdem er sie kurz angestarrt hatte. "Na dann viel Glück!", sagte er und griff nach der leeren Bierflasche. "Passt auf euch auf und das mir nachher kein Wolfsgeheul zu Ohren kommt.", fuhr er lachend fort und zwinkerte Kyara schelmisch zu. Isaac überging diese Anspielung und legte kurz eine Hand auf Kyaras Rücken, etwa auf Höhe ihrer Schulterblätter, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. "Sollen wir?", fragte er und fügte dann noch hinzu: "Deine Rechnung geht auf's Haus ... oh man, dass wollte ich schon immer mal sagen." Er grinste die junge Frau an und führte sie dann durch die bar hinaus ins Freie.

Draußen angekommen richtete er seinen Blick auf Kyara, nachdem er sich kurz umgesehen hatte.
"Liam meinte, er wäre nach links verschwunden.", meinte er und nickt in die entsprechende Richtung. "Dort befindet sich ein Park, wenn man ungefähr 15 Minuten in diese Richtung läuft.", erklärte er und wog kurz seinen Kopf hin und her. "Klingt vielversprechend, was sagst du?", richtete er das Wort dann an seine Begleitung.
Während er auf eine Antwort wartete, stieg ihm der unverkennbaren Duft des anderen Wolfes in die Nase. Doch etwas war seltsam. Er nahm zwar deutlich eine Fährte in Richtung Park auf, aber eine neue, weitaus frischere Spur führte genau in die andere Richtung. Er drehte den Kopf nach rechts und nahm deutlich den Wolfgeruch wahr. Isaac öffnete leicht den Mund um noch deutlicher bestimmten zu können, von wo der Duft kam. Es machte keinen Sinn. Warum kehrte er dem Park, einem durchaus geeignetem Jagdgebiet, den Rücken zu? Was lag in dieser Richtung, was Beute versprach?
Oder war er am Ende doch nur frustriert abgehauen?
So hätte er den Wolf nicht eingeschätzt, jedenfalls von dem Eindruck her, den Isaac in der Bar gewonnen hatte. Isaac dachte an die Zeit zurück, als sich das Wolfsgen bei ihm offenbart hatte, versuchte sich in Erinnerung zu rufen, wohin es ihn gezogen hatte wenn der Jagdtrieb ihn zu überwältigen drohte. Neben den offensichtlichen Plätzen wie Wälder und Parks, glaubte er auch deutlich eine gewisse Anziehung auf soziale Orte verspürt zu haben. Die Nähe von Menschen - oder vielmehr: Beute.
Natürlich verkomplizierte dies ihr Anliegen. Sie waren hier in New York und so gab es hier etliche Möglichkeiten. Bars, Clubs, Diskotheken, Restaurants, Lokale, ... alles potentielle Orte, wo er zuschlagen konnte.
Doch würde der Kerl eine X-beliebige Person wählen? Immerhin schien er sich Kyara explizit ausgesucht zu haben ...
"... wie bist du heute Abend hier her gekommen?", fragte er einer Eingebung folgend und wandte ihr seinen Kopf zu, nachdem er die ganze Zeit in Gedanken die Straße entlang gestarrt hatte.
Was war, wenn der Kerl auf sie wartete? Wenn er gar nicht fort gegangen war, sondern nur darauf wartete ihr zu folgen und dann bei einer sie bietenden Gelegenheit anzugreifen ...
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Kyara De Luca

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Mi Mai 17, 2017 6:35 pm

"Ich weiß nicht.", gestand sie. Das war zu dem Zeitpunkt nicht einmal gelogen. Sie wusste wirklich noch nicht, was sie tun würde, wenn der andere Kerl versuchte seinen Plan doch noch umzusetzen. Nicht, dass die Blondine hilflos wäre, mal ganz abgesehen von Isaac. Sie wusste sich schon zu wehren, doch wie? Umbringen war sicher keine Option und sie konnte nicht die Gedanken eines Menschen manipulieren, wenn sie ihre wahren Kräfte zum Vorschein brachte. Sie hatte keinen Zauberer zur Hand, der dem Beschuldigten und auch Isaac den Kopf waschen konnte. Es war nämlich deutlich besser, wenn kein Mensch von dem Übernatürlichen erfuhr. Doch sie konnte nicht riechen, dass sowohl Isaac und auch ihre alte Begleitung beides keine Menschen waren. "Deswegen habe ich ja nicht vor ihn festzuhalten oder ähnliches. Ich will ja nur sicher gehen, dass er sich nicht an jemandem vergreift. Zählt das schon unter Selbstjustiz?", fragte sie ihn unsicher.
Sie trank ebenfalls ihr Getränk aus und beobachtete Isaac und Liam, die miteinander redeten. Liam schien der spontane Einfall eher suspekt und dass Isaac da einfach mitmachte, war ebenfalls komisch. Er sagte nichts dazu, auch wenn er es sicher in einem Gespräch mit Isaac mal ansprechen würde. Aber sicher nicht vor der blonden Frau. Sie lächelte Liam zu, auch wenn sie seine Anspielung nicht verstand. Wolfsgeheul? Sie glaubte langsam die Menschen wirklich nicht zu verstehen. Aber sie schien die Einzige zu sein, die nicht wusste, um wen es sich bei dem Kerl von vorhin handelte. Sie nickte Isaac zu, nachdem er seine Hand auf ihren Rücken gelegt hatte. Es war keine aufdringliche Berührung, doch trotzdem ließ Kyara diese ein wenig schlucken. Denn der Rücken des Kleides ließ ein wenig Haut aufblitzen, welche leicht von Isaacs Fingern berührt wurde. Sie wusste nicht, wann das letzte Mal eine Berührung sie so aufgewühlt hatte. Schließlich schaffte sie es aber sein Grinsen zu erwidern und ging mit ihm zusammen hinaus.

Draußen war, wie für New York üblich, viel los auf der Straße. Sie standen vor der Bar, mitten auf dem Bordstein, sodass die Leute um sie herum mussten. Kyara blickte nach rechts und links. Eigentlich war die Sache für sie klar. Liam hatte gesagt, dass der Kerl nach links in Richtung Park gegangen war, also würde man ihn da wohl am ehesten finden. Mit dem besten Geruchssinn war die Frau sicher nicht ausgestattet, also blieb ihr nur noch die einfache Logik. "Ja, klingt eigentlich logisch. Und ist sicher ein guter Ort um ein neues Opfer zu finden.", pflichtete sie ihm nachdenklich bei. Einen Augenblick blickte sie noch in besagte Richtung, ehe sie ihren Kopf zur anderen Seite warf und Isaac von der Seite anblickte. Leicht war sein Mund geöffnet, er wirkte hochkonzentriert auf Kyara. Sie kannte ihn nun wirklich nicht gut genug um einzuschätzen, was los war. "Ist etwas? Hast du eine andere Idee?", fragte sie ihn auf gut Glück. Etwas anderes als nachfragen blieb ihr nicht übrig. Bei seiner Frage blickte sie ihn verwirrt an. "Er hat mein Bild und die Beschreibung im Internet gelesen. Daraufhin hatten wir die Bar als Treffpunkt ausgemacht. Mein Auto habe ich fünf Minuten von hier...in der Richtung stehen.", sagte sie und zeigte eine Richtung an. "Er hat gemeint, er hätte in dem Parkhaus auch sein Auto stehen...", gab sie an und legte den Kopf ein wenig schief. Sie zählte eins und eins zusammen. "Glaubst du, er könnte im Parkhaus warten, bis ich zurückkomme? Ich meine, früher oder später müsste ich ja eh zu meinem Auto. Also wäre es für ihn wohl nur eine Frage der Zeit.", vermutete sie. Es wäre einfacher, wenn man den Mann kennen würde, ihn einschätzen konnte, welchen Zug er als nächstes geplant hatte. Doch weder Isaac noch Kyara kannten ihn, aber so unlogisch klang das nicht. Denn ein Parkhaus war ein ziemlicher abgelegener, schlecht beleuchteter und unbelebter Ort.

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Isaac Lancaster

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BeitragThema: Re: Beasty Bar   Fr Jun 23, 2017 9:22 pm

ooc.: OMG! Sag doch was!!! Ich habe das Play hier völlig vercheckt :OOO


"Nein ... das Gucken mit Sicherheit nicht. Aber ich fürchte ...", Isaac stoppte und schüttelte seinen Kopf. Es war offensichtlich, dass diskutieren hier nichts mehr retten konnte. Also gab er nach. Aber er würde sie nicht allein gehen lassen!

Isaac biss sich auf die Unterlippe. "Ich ... weiß nicht. Jedenfalls nicht zu 100% ... aber ich kann mir vorstellen, dass er sich seine Beute nicht einfach so entgehen lässt.", sagte er auf ihre Frage hin und drehte ihr wieder seinen Kopf zu.
Er wusste nicht wie er erklären sollte, dass er sehr genau wusste, dass der Werwolf die Richtung eingeschlagen hatte, in welche die junge Frau gerade gedeutet hatte. Er konnte nur hoffen, dass sie dieser Logik, seiner vermeidlichen Vermutung vertraute. Es war schon seltsam, noch wenige Minuten zuvor hatte er sie davon abhalten wollen diesem Typen zu folgen und jetzt hoffte er, dass sie mit ihm in das Parkhaus gehen würde wo der Wolf mit ziemlicher Sicherheit auf sie warten würde. Warum hatte er es nicht einfach bei seiner Vermutung mit dem Park belassen? Dann hätten sie etwas spazieren gehen können und wären dann, da er nicht auffindbar gewesen wäre, beruhigt wieder gehen können. Aber sie hatte ja recht. Isaac würde nicht damit leben können, wenn es am nächsten Morgen hieße, dass eine Frau angefallen worden wäre.
"Was hast du vor?", fragte er. Wollte sie nachsehen ob er da war. Auf sie wartete? "Soll ich dich zu deinem Wagen bringen? Wenn der Kerl nicht da ist, kommst du so zumindest sicher nach Hause.", überlegte er laut und hob leicht seine Augenbrauen. Die viel wichtigere Frage war allerdings, was sie tun sollten wenn der Typ da wäre und sie wohl möglich angreifen würde. Isaac hielt ihn zwar nicht für so dumm, immerhin wusste sie beide was sie waren, doch dem Geruch nach war er noch nicht lange Werwolf und so könnte er sich und seine neuen Kräfte überschätzen.


[ooc.: Idee: Der Wolf könnte sich verstecken und ihr nach Hause folgen?]
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Beasty Bar
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